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Gymnastik-EM entfacht Empörung: Ukrainischer Protest gegen Russen

Gymnastik-EM entfacht Empörung: Ukrainischer Protest gegen Russen
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Sie können es nicht ertragen! Sie wollen es weder sehen und hören! Der internationale Turnverband (FIG) erlaubt russischen und belarussischen Sportlern, wieder mit Hymne und unter eigener Flagge an Wettkämpfen teilzunehmen. So wie derzeit bei der EM in Warna (Bulgarien). Für die Teilnehmerinnen aus der Ukraine unzumutbar, Hymne und Fahne des Landes zu ertragen, das ihre Heimat überfallen hat und seit über vier Jahren dort mordet, und auch des Landes, das dies unterstützt.

Varvara Chubarova (14) gewann Bronze bei den Juniorinnen mit dem Ball. Siegerin: Die Belarussin Kira Babkevich (14). Als die Hymne Russlands erklingt, macht sich Chubarova In-Ear-Kopfhörer rein und hält die Hände vors Gesicht. Deutlicher kann man nicht gegen den Aggressor protestieren. Auch auf dem Podest: Die Deutsche Melissa Diete (13), die Silber holte. „Es ist eine harte Situation. Unsere Sportler machen keine Gesten oder Ähnliches“, sagte Torsten Hartmann, Pressesprecher des Deutschen Turner-Bundes, zu BILD. Ehemalige Ukrainerinnen befinden sich nicht im deutschen Aufgebot.

Die Konkurrenz mit dem Band gewann die Russin Iana Zaikina (15). Hier wurde mit Sofiia Krainska (15) eine Ukrainerin Zweite. Sie hielt sich die Ohren zu, machte Kopfhöhrer rein und schlug dann ebenfalls die Hände vors Gesicht. Diete wurde hier Dritte. Sicher zwei Siegerehrungen, die die Schülerin aus Hessen aus verschiedenen Gründen nicht vergessen wird.

Ukraine fordert Ausschluss

Dies ist der erste Wettkampf seit Februar 2022, bei dem russische und belarussische Turner wieder unter ihren nationalen Flaggen und Hymnen antreten dürfen. Der Weltverband hatte am 18. Mai bekannt gegeben, sämtliche Beschränkungen für Athleten aus diesen Ländern aufzuheben. Der Europäische Turnverband kündigte am Sonntag an, diesem Schritt zu folgen. Der ukrainische Verband verurteilte diese Beschlüsse.

Am Mittwoch forderten die Ukrainer den sofortigen Ausschluss der russischen und belarussischen Delegationen von der EM und verwies dabei auf eine rechtliche Lücke. Demnach habe das Exekutivkomitee des europäischen Verbandes die Beschlüsse noch nicht ratifiziert. Da es den Status der „neutralen Athleten“ nicht mehr gebe, seien Sportler dieser beiden Länder also nicht startberechtigt.

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