Heftiges Urteil nach Schock-Szene der WM! Der katarische Nationalspieler Assim Madibo (29) ist nach seinem Foul an Ismael Koné (24) für gleich fünf Spiele gesperrt worden. Das verkündete der Weltverband Fifa in der Nacht zu Donnerstag. Madibo hatte am vergangenen Freitag erst nach Videobeweis die Rote Karte gesehen, nachdem er seinen Gegenspieler Koné bei einem Zweikampf unglücklich an der Wade erwischt hatte.
Auf dem Platz war nach dem Foul allerdings sofort zu sehen, dass sich Koné bei der Szene das Bein gebrochen hatte. Ungläubig hatte der Kanadier auf den deutlich verschobenen Knochen geblickt, rund um ihn herum schlugen Mitspieler und Gegner schockiert die Hände über dem Kopf zusammen. Auch Madibo war völlig fassungslos über die Folgen seines Fouls, entschuldigte sich noch auf dem Platz mehrfach bei Koné.
Weltmeister Thomas Müller hatte nach der Partie bei MagentaTV gesagt: „Man sieht dem Spieler von Katar an, dass da was passiert ist. Dem steht der Schock ins Gesicht geschrieben. Auch in der Realgeschwindigkeit hat man gesehen, dass das nicht gut aussieht.“ Aber: „Die Rote Karte kann ich nicht nachvollziehen. Die unglückliche Verletzung wiegt natürlich schwer, aber das war ein ganz normales Foul, das war niemals Rot, noch nicht mal Gelb.“ Auch sein früherer Mitspieler Mats Hummels stimmte ihm zu: „Das sah nach einem 08/15-Foul aus.“
Die Fifa greift dennoch hart durch und sperrte Madibo nun für fünf Spiele. Die Sperre gilt wie üblich für alle Länderspiele auch nach der Weltmeisterschaft.
Koné von Fans gefeiert
Der schwer verletzte Koné, der nun monatelang pausieren muss, war am Mittwoch bei seiner Rückkehr ins WM-Stadion von Vancouver von den Fans emotional gefeiert worden. Kurz vor dem letzten Gruppenspiel Kanadas gegen die Schweiz wurde der Star des italienischen Clubs US Sassuolo mit einem Rollstuhl in die überdachte Arena geschoben. Koné winkte den Fans aus dem Innenraum zu.