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Sachsen-Anhalt Wahlkampf: Merz soll besser draußen bleiben

Sachsen-Anhalt Wahlkampf: Merz soll besser draußen bleiben
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Magdeburg/Berlin – Ist der Kanzler im Wahlkampf ein Klotz am Bein? Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zieht die CDU die Reißleine: Die für Ende August geplante Präsidiumsklausur der Parteispitze in Magdeburg ist abgesagt. Hintergrund ist offenbar die angespannte politische Lage im Land. Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) will den Fokus voll auf den Wahlkampf legen, wie der „Spiegel“ berichtet.

Eigentlich hatte die Bundespartei Magdeburg bewusst als Tagungsort ausgewählt. Gerade wegen der Landtagswahl und um der Partei zu einem Aufschwung zu verhelfen. Doch im Landesverband mehrten sich anscheinend die Sorgen, dass ein Treffen der Parteispitze um Friedrich Merz in Magdeburg mitten im Wahlkampf eher schaden könnte.

Hintergrund sind die zuletzt sinkenden Zustimmungswerte für die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (70, CDU). Eine aktuelle INSA-Umfrage für BILD zeigt, dass 67 Prozent der Befragten sogar dafür wären, Merz als Bundeskanzler auszutauschen. 37 Prozent – also mehr als jeder Dritte – geben der Union die Schuld für die Schwäche der Regierung.

Sachsen-Anhalt: Umfragen sehen AfD klar vorne

Aus der CDU-Führung heißt es als Begründung für die Absage der Präsidiumsklausur in Magdeburg: „Wir haben volles Verständnis dafür, dass für Sven Schulze im August die Schlussmobilisierung vorgeht, statt interne Gremiensitzungen abzuhalten.“ Ganz allein lassen die Christdemokraten ihren Spitzenkandidaten aber nicht. Merz soll Schulze im Wahlkampf unterstützen. Auch weitere Unionspolitiker sind für Auftritte in Sachsen-Anhalt eingeplant.

Am 6. September wählen die Sachsen-Anhalter einen neuen Landtag – und die Ausgangslage ist für die Christdemokraten alles andere als komfortabel. Aktuellen Umfragen zufolge liegt die AfD deutlich vor der CDU auf Platz eins. Laut Umfragen könnte die AfD mit mehr als 40 Prozent der Stimmen rechnen. Die Christdemokraten liegen deutlich dahinter und stehen bei 24 bis 26 Prozent.

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