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Putin lockt Studenten mit falschen Versprechen und Druck von Lehrern in den Krieg

Putin lockt Studenten mit falschen Versprechen und Druck von Lehrern in den Krieg
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Moskau – Putin braucht immer mehr Soldaten für seinen Ukraine-Krieg – und lockt jetzt auch Studenten mit falschen Versprechen! An über 200 Hochschulen in Russland wird aktiv rekrutiert, mit guten Konditionen fern der Front geworben. Doch viele landen am Ende doch in der Kriegsfalle!

Die Werber von Putins Armee versprechen den Schülern und Studenten hohe Bezahlung, den Erhalt ihres Studienplatzes, einen sicheren Arbeitsplatz viele Kilometer hinter der Front und eine Entlassung aus der Armee nach zwölf Monaten. Wichtigstes Versprechen: ein Militärdienst, der vermeintlich schon nach einem Jahr endet. Doch die Vertragsunterschrift ist brandgefährlich!

Denn hinter den verlockenden Versprechen lauert ein gefährliches Risiko: Wer den Vertrag unterschreibt, könnte nach einem Jahr dann doch deutlich länger beim Militär festgehalten werden – und statt hinter der Front sogar im Schützengraben landen.

Sonderverträge sind reguläre Militärverträge

Laut Recherchen des russischen Oppositionsmediums „Verstka“ sind die sogenannten Sonderverträge für Studenten in Wahrheit reguläre Militärverträge. Dass die Soldaten nach einem Jahr gehen dürfen, steht nur in einem Zusatz-Anhang. Experten bezweifeln deshalb, dass die versprochene Entlassung tatsächlich garantiert ist. Auch, ob es für die Studenten wirklich nur zu Drohneneinheiten hinter der Front geht, ist nicht sicher.

Der Grund: Die Eignungsprüfung für die Drohneneinheiten kann erst nach der Vertragsunterzeichnung abgelegt werden. Wer durchfällt, kann laut dem Militärjuristen Artjom Klyga der Infanterie zugeteilt werden. Heißt: Statt Drohneneinheit wartet dann der Fleischwolf auf die Studenten.

Auch Lehrer sollen Druck auf Studenten ausüben

Gleichzeitig wächst der Rekrutierungsdruck. Laut „Verstka“ werden Studenten teils direkt aus dem Unterricht zu Werbeveranstaltungen abgeholt. Fallen Studenten durch Prüfungen, droht man ihnen mit dem Rauswurf – und bietet den Militärvertrag als Ausweg an.

Besonders perfide: Die Rekrutierung läuft offenbar nicht nur über offizielle Infoveranstaltungen. Laut Verstka werden Studenten auch in persönlichen Gesprächen von Lehrkräften zum Vertragsabschluss gedrängt. Manchmal werden sogar die Eltern eingespannt, um die Studenten zu überreden. An einigen Hochschulen locken auch zusätzliche finanzielle Vorteile, etwa Unterstützung bei Stipendien oder der Erlass von Studiengebühren.

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