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Helsing „Contra“: So soll Russlands Drohnen-Schwarm gestoppt werden

Helsing „Contra“: So soll Russlands Drohnen-Schwarm gestoppt werden
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Berlin – Russlands Drohnen werden immer mehr und immer schneller. Jetzt hat der deutsche Konzern Helsing ein Abwehrsystem vorgestellt, das dieses Problem lösen soll. Name: „Contra“.

Allein in der Nacht auf Sonntag schickte Russland 153 Drohnen auf die Ukraine. Mitte Oktober waren es laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr als 850 in rund 33 Stunden.

Und Wladimir Putins (74) Drohnen werden schneller: Neue Modelle wie die Geran-5 fliegen mit Düsenantrieb bis zu 600 km/h. Russland baut laut ukrainischem Geheimdienst rund 3000 Stück pro Monat.

Das Problem: Ältere Abfangdrohnen können die schnellen Gerans kaum abfangen. Flugabwehrraketen, die das können, kosten ein Vielfaches der Drohnen. Und bei Massenangriffen gehen irgendwann schlicht die Raketen aus. Ein Dilemma!

Auch Deutschland müsste sich wehren

Im September 2025 drangen rund 20 russische Drohnen in den polnischen Luftraum ein – erstmals wurden russische Drohnen über Nato-Gebiet abgeschossen. Und schon die klassische Shahed fliegt rund 1000 Kilometer. Von Belarus aus könnte sie Berlin erreichen. Im Ernstfall müsste also Deutschland vermutlich auch Hunderte Drohnen gleichzeitig abwehren können. Deshalb ist Drohnenabwehr auch hier großes Thema.

Das Gehirn: eine KI, die den ganzen Himmel sieht

Herzstück des neuen Systems von Helsing ist die KI-Plattform „Altra“. Sie sammelt Daten von Radar, Kameras, Infrarot- und Akustiksensoren, baut ein Lagebild und unterstützt bei der Entscheidung, welche Waffe welches Ziel bekämpft. Laut Helsing funktioniert das gegen Hunderte oder Tausende Ziele gleichzeitig. Der Mensch legt Regeln und Prioritäten fest. Den Rest erledigt das System autonom. Und Helsing schickt gleich zwei Jäger ins Rennen.

Der Trick in der Spitze: Radar statt Kamera

Beide Jäger bekommen erst Kursdaten von Bodenstationen, dann übernimmt ein Radar-Suchkopf in der Spitze den Endanflug. Vorteil des Radars: Anders als Kameras sieht es auch bei schlechtem Wetter!

Billig und in Masse

Kosten: unter 100 000 Euro. Zum Vergleich: Eine High-Tech Patriot-Abwehrrakete kostet mehrere Millionen. „Billige Abfangflugkörper sind eine richtige Antwort auf das Kostenproblem“, sagt Militärexperte Franz-Stefan Gady. „Das Massenproblem lösen sie allein aber nicht.“ Entscheidend sei, ob sie sich so schnell und in so großer Zahl bauen lassen wie die Angriffsdrohnen.

Noch ist das System in der Entwicklung, beide Jäger werden derzeit getestet. Einen ersten Kunden gibt es laut Helsing schon. Welches Land, verrät der Konzern nicht. Aber das System zeigt, wie die Antwort auf die russischen Geran-Horrordrohnen aussehen könnte: billig, schnell – und ebenfalls zu Hunderten.

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