Teheran – Obwohl wir uns nicht am Iran-Krieg beteiligen, drohen die Mullahs jetzt auch Deutschland! In einem staatlichen Telegram-Kanal beklagt das islamistische Iran-Regime „verstärkte iranfeindliche Maßnahmen“ Deutschlands und fordert, die „Schikanierung der im Land lebenden Iraner durch haltlose Anschuldigungen einzustellen“. Und: „Alle Kasernen und Einrichtungen, die mit Deutschland in Verbindung stehen“, würden „in der gesamten Region als legitime Verteidigungsziele betrachtet“, sollte Berlin offen in einen militärischen Konflikt gegen den Iran eintreten.
Iran-Spione verurteilt: Darum ist Teheran wütend
Verstärkte iranfeindliche Maßnahmen? Gemeint ist das Urteil gegen zwei Iran-Agenten, die Anschläge in Deutschland geplant hatten. Vor zehn Tagen verurteilte das Oberlandesgericht Hamburg Ali Hassan Sarwari (54), einen dänischen Staatsbürger persisch-afghanischer Abstammung, zu achteinhalb Jahren Haft sowie den ebenfalls aus Afghanistan stammenden Mitangeklagten Tawab Mohsini (42) zu viereinhalb Jahren.
Sie hatten einen Mordanschlag auf den deutschen Politiker Volker Beck (65, Grüne), Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, geplant, und die Schusswaffe dafür bereits besorgt. Außerdem wollten sie einen Brandanschlag auf einen jüdischen Supermarkt in Berlin verüben. Zudem hatten sie den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster (72), ausgespäht. Doch der Mullah-Mordplan fiel auf.
Mullahs drohen trotz schwacher deutscher Reaktion
Daraus folgten nur sehr leichte politische Konsequenzen: Nicht etwa die Ausweisung des iranischen Botschafters in Deutschland, sondern gerade einmal seine Einbestellung – ein diplomatisches Mittel, um Unmut auszudrücken – mehr aber auch nicht.
Trotzdem bauscht das Mullah-Regime diesen Vorgang zu einer „iranfeindlichen“ Kampagne auf und behauptet, unschuldige Iraner würden von der deutschen Regierung „schikaniert“. Die Realität sieht nicht nur im konkreten Fall ganz anders aus, sondern auch allgemein für in Deutschland lebende Iraner: Viele von ihnen demonstrieren gegen das Mullah-Regime und werden auf deutschem Boden von dessen Anhängern oder Mitarbeitern schikaniert.
Wo würden die Mullahs gegen uns zuschlagen?
Welche konkreten Bundeswehr-Ziele die Islamischen Revolutionsgarden ins Visier nehmen würden, ist unklar, denn die Bundeswehr ist am Golf kaum präsent. In der Region am exponiertesten wäre noch die Luftbasis Al-Asrak in Jordanien, wo Bundeswehr-Soldaten neben US-Soldaten stationiert sind. 2025 waren dort 150 deutsche Soldaten, seitdem dürften es weniger sein. Die Bundeswehr-Präsenz im irakischen Erbil (zuletzt 28 Soldaten) endete am 30. September 2026.