Berlin/Frankfurt (Main) – Was für ein Freitag! Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) stellte in Berlin seine Pläne für den Umbau seines Kabinetts vor, Jürgen Klopp (59) präsentierte sich in Frankfurt (Main) erstmals als neuer Bundestrainer. Für BILD Anlass für eine Debatte: Wer hat besser abgeliefert – Merz oder Klopp?
Die Antwort der Leser ist eindeutig: 89 Prozent sehen Klopp vorn, lediglich 7 Prozent stimmen für den Kanzler. Merz stellte seine neue Regierungsmannschaft vor – allerdings mit einer Panne. Verkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU) hatte Mitarbeitern bereits per SMS mitgeteilt, dass er seinen Posten räumen müsse. Der vorgesehene Nachfolger Fritz Güntzler (60, CDU) sagte in letzter Minute ab. Klopp dagegen setzte bei seiner Premiere als Bundestrainer sofort ein Zeichen – und sorgte für Aufbruchstimmung.
Der Tenor unter den BILD-Lesern: Der neue Bundestrainer steht für Aufbruch, Charisma und Hoffnung. Merz dagegen verbinden viele mit Personal-Wirbel und enttäuschten Erwartungen. Bei denen, die sich im Team Merz zu Wort melden, überwiegt die Kritik am Vergleich selbst. So schreibt Norbert Kox: „So einen Vergleich finde ich unmöglich. Merz führt eine Regierung in schwierigen Zeiten.“ Andy Oberkrämer erinnert daran, dass Klopp bislang vor allem Ankündigungen gemacht habe: „Abgeliefert hat er noch nicht.“
Im Team Klopp klingt das deutlich anders. Gabriela Renneke schreibt: „Er hätte selbst ohne viele Worte die bessere Figur abgegeben. Er hat einfach mehr Charisma.“ Roland Erdmann urteilt: „Der eine hat schon immer abgeliefert. Der andere spricht immer nur davon, liefern zu müssen.“ Rolf Wiltscheck wird dann richtig deutlich: „Klopp ist ein Profi – der andere eben nicht.“ Viele Leser sehen es ähnlich: Klopp müsse zwar erst noch beweisen, dass er die Nationalmannschaft wieder erfolgreich machen kann. Anders als bei Merz herrsche bei ihm aber Vorfreude und nicht Skepsis.