Karlsruhe (Baden-Württemberg) – Joshua W. wollte sich der Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) anschließen und für Anschläge ausbilden lassen. Doch am vergangenen Freitag wurde er festgenommen. Beamte des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei und des Landeskriminalamtes Berlin nahmen den Deutschen am Freitagabend am Flughafen Frankfurt fest.
Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt, dass der Mann Anhänger der IS-Ideologie ist. Der konkrete Vorwurf: versuchte Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Joshua W. soll als Heranwachsender gehandelt haben.
Grenzübertritt nach Somalia scheiterte
Was der Beschuldigte geplant haben soll: Im Januar 2025 flog er von Berlin nach Äthiopien. Von dort wollte er weiter nach Somalia reisen, um sich dort dem IS anzuschließen. Sein Ziel: eine militärische Ausbildung für Anschläge auf vermeintlich Ungläubige. Doch der Grenzübertritt nach Somalia scheiterte.
Joshua W. änderte daraufhin seine Pläne. Er reiste nach Pakistan, um sich dort der Terrorvereinigung anzuschließen. Im Februar 2025 wurde er dort festgenommen.
Haftbefehl seit Juni 2025
Gegen den Deutschen lag bereits seit dem 30. Juni 2025 ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vor. Bei seiner Einreise am Freitagabend schlugen die Ermittler zu. Am Samstag wurde Joshua W. dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt. Dieser eröffnete ihm den Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an.