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FC Bayern wurde noch nie so vom Schicksal getroffen

FC Bayern wurde noch nie so vom Schicksal getroffen
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Mit einer solchen Wucht hat den FC Bayern das Schicksal wohl noch nie getroffen! Man kann schon von einem tragischen Triple sprechen.

Zuerst die Blackout-Krankheit von Jamal Musiala, die Deutschland live im TV mitansehen musste und erschütterte.

Joshua Kimmich musste in dieser Woche Abschied nehmen von seinem Vater, der mit 57 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben ist.

Und am Freitag der dramatische Zusammenbruch von Vincent Kompany auf dem Trainingsplatz.

Musiala wird sein Aussetzer-Problem mit Medikamenten in den Griff bekommen. Kimmich wird nach seiner Trauerzeit wieder in die Mannschaft zurückkehren.

Doch wie geht es mit Kompany weiter? Dass sein Zustand „stabil“ ist, wie Max Eberl bekanntgab, ist erst einmal eine gute Nachricht.

Mir gehen viele Fragen durch den Kopf, die noch ohne Antwort sind:

►Hat Kompany einen Virus verschleppt und nicht ernst genug genommen?

►Hätten die Klubverantwortlichen den kränkelnden Trainer davon abhalten müssen, sich gegen Arsenal auf die Bank zu setzen?

►Ist Kompany Opfer eines fast mörderischen Jobs?

Trainer eines Top-Klubs zu sein, klingt nach Glamour, großen Spielen und vielen Titeln. Die Schattenseiten: vollgepackte Monate mit Englischen Wochen, Reisestress und Druck! Druck! Druck!

Nach Champions-League-Nächten oft kein Schlaf. Morgens um sechs wieder das nächste Spiel vorbereiten. Die Profis sind für ihre Leistung verantwortlich, der Trainer für das Ganze. Das kann krank machen.

Wie bekommt man den Kopf halbwegs frei? Jürgen Klinsmann ließ immer Hotels buchen mit einem rund um die Uhr geöffneten Fitnessraum und arbeitete sich oft morgens um vier an den Kraftmaschinen ab.

Jupp Heynckes pendelte als betagter Bayern-Trainer nur zwischen Säbener Straße und Hotel, gönnte sich viel Schlaf, verzichtete komplett auf Alkohol.

Kompany wird sich Gedanken machen, wie er künftig mit seiner Gesundheit umgeht. Bayern muss ihn schützen, aber in erster Linie Kompany sich selbst.

Er hat Glück, weil er einen Arbeitgeber hat, der viel mehr ist als das. Die Bayern nennen es selbst Familie. „Bruder“ Eberl schaute gestern ebenso in der Klinik vorbei wie „Papa“ Hoeneß.

Als Mutmacher sollte Kompany diese Aussage von Uli Hoeneß im Interview mit WELT am SONNTAG (geführt vor dem Zusammenbruch) lesen:

„Neulich habe ich Vincent gesagt, dass wir seinen Vertrag eigentlich jetzt schon verlängern müssten, obwohl sein aktueller bis 2029 gilt. Wenn er morgen auf uns zukäme und das möchte, würde ich das persönlich sofort machen.“

Ein Hoeneß, ein Wort! Vorher muss Kompany wieder richtig gesund werden. Egal, wie viele Spiele in der Liga, im Pokal und in der Champions League er verpasst.

Vielleicht folgt nach dem tragischen Triple des Schicksals im kommenden Sommer das Titel-Triple.

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