Er zeigt sich von diesen Aussagen unbeeindruckt. Beim 3:2 von Werder Bremen in Mainz schnürt Niclas Füllkrug (33) wie schon beim 2:2 gegen Paderborn einen Doppelpack. Bundestrainer Jürgen Klopp (59) hatte vor wenigen Tagen mit einer Aussage über den Torjäger für Aufsehen gesorgt. Er sagte bei DAZN über eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft: „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld.“
Der Bundestrainer führte aus: „Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch langfristig. Also müssen wir jetzt mal sehen.“
Nach dem Sieg gegen Mainz sagt Füllkrug darauf angesprochen: „Er hat Fakten aufgezählt, mehr nicht. Ich bin 33 und schieße ein Tor nach dem anderen. Das war ja ohne Meinung. Es hat mich überhaupt nicht extra motiviert.“ Über eine Nominierung sagt er: „Ich spiele nicht für eine Nominierung. Ich spiele für Werder. Ich kann nichts sagen, was soll ich sagen? Ich weiß ja nichts. Alles, was ich sage, kann falsch sein oder ist vorgegriffen. Wirklich: Es interessiert mich einfach nicht.“
Füllkrug rastet nach Auswechslung aus
Der Stürmer ist in der Bundesliga weiter im Höhenflug, trifft und trifft und trifft – gegen Mainz zweimal vom Elfmeterpunkt! Füllkrug erzielt damit seine Saisontore sieben und acht und führt vorerst weiter die Torschützenliste an. So viele Treffer nach sieben Spieltagen hatte zuvor nur ein Bremer erzielt: Rudi Völler.
Neben seinen Toren gibt es noch eine kuriose Füllkrug-Szene. In der 81. Minute wird er ausgewechselt. Für ihn kommt Itten in die Partie. Anschließend sieht man den Angreifer, wie er vor der Werder-Bank mächtig emotional wird. Es wird laut. Er brüllt, gestikuliert, klatscht alle ab, bevor er sich auf die Bank setzt.
Über seinen Ausraster sagt er: „Lustigerweise war es nicht wegen der Auswechslung, es hat mir einfach zu lange gedauert. Ich hatte früh angezeigt, dass ich herausmusste. Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr bei 100 Prozent war, und wollte, dass in der Phase ein frischer Spieler hereinkommt. Ich dachte, es gab vorher schon Wechselmöglichkeiten, aber das habe ich wohl falsch gesehen. Deshalb war es mein Fehler.“