Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Willen der Europäer bekräftigt, sich verstärkt in die transatlantische Partnerschaft einzubringen. »Wir engagieren uns mit Nachdruck, wir stocken unsere Budgets auf, wir bauen unsere Kapazitäten aus«, sagte Macron nach einem Treffen der sogenannten E5-Staaten in Berlin. Auf europäischer Ebene wolle man gemeinsame Kooperationen aufbauen, die die Abschreckungsfähigkeit stärkten, fügte er hinzu. Die E5 werden von den europäischen Nato-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen gebildet.
»Die Aufstockung unserer Budgets in den letzten Jahren ist ein Beleg dafür – sowohl für uns Europäer als auch für unsere kanadischen Partner«, sagte Macron. »Sie ist auch ein Zeichen unserer Entschlossenheit, gemeinsam zu handeln und unsere industriellen Partnerschaften zu stärken.« Macron sprach außerdem von »einer Phase der Annäherung zwischen den Europäern und den Amerikanern«. Diese Entwicklung solle auf dem Nato-Gipfel in Ankara Anfang Juli eine Fortsetzung finden.
Tusk und Merz sichern Ukraine Unterstützung zu
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob den Willen der führenden europäischen Nato-Staaten hervor, beim Nato-Gipfel ein starkes Signal für die weitere Unterstützung der Ukraine setzen zu wollen. »Die Botschaft an Russland lautet: Die Ukraine bleibt stark«, sagte der Kanzler. Er hoffe, dass Russland aus der Stärke der Ukraine und seiner Verbündeten den Schluss ziehe, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Auch Polens Ministerpräsident Donald Tusk sicherte der Ukraine anhaltende Unterstützung zu. Trotz der Emotionen stehe man für die Ukraine ein in deren Konfrontation mit Russland, sagte er mit Blick auf die jüngsten Spannungen zwischen den beiden Ländern. Gerade vor dem Nato-Gipfel sei es wichtig, die Einheit als Europa und auch als transatlantische Gemeinschaft zu bewahren, sagte Tusk.