Paris – Gewaltorgien, angezündete Gebäude, Plünderungen – bürgerkriegsähnliche Zustände in Frankreich! Doch dem ultralinken Präsidentschaftskandidaten reicht das nicht: Er ruft schon wieder zu neuen Protesten auf, peitscht die Massen an, am kommenden Samstag, dem 24. Oktober, wieder auf die Straße zu gehen – wohlwissend, dass alles wieder katastrophal ausarten kann.
„Wir müssen den Weg für politische Mobilisierung ebnen“, schreibt Jean-Luc Mélenchon (75), Präsidentschaftskandidat und Parteichef der größten Fraktion im französischen Parlament, in seinem Aufruf, obwohl wieder mit schlimmsten Ausschreitungen gerechnet wird. Dabei stellt er sich hinter die Jugendgewerkschaften, die zu neuen Demonstrationen aufgerufen hatten. „Unsere Aufgabe ist klar. Wir müssen ihnen helfen und sie beschützen“, sagte der Parteichef von „La France insoumise“ (LFI/„das unbeugsame Frankreich“).
Mélenchon will Treffen mit Premier sabotieren
Vor wem beschützen? Vor den angeblich so brutalen Sicherheitskräften. Mélenchon stellt die heillos überforderte Polizei Frankreichs als unterdrückerisch dar und schreibt in einem anderen X-Beitrag: „Auf der einen Seite gibt es ein Volk und seine Forderungen. Auf der anderen Seite eine Regierung, die auf Repressionen setzt.“ Die Gewalt und die Plünderungen vom vergangenen Samstag, die nichts mit irgendwelchen politischen Forderungen zu tun hatten, spielt er herunter.
Während Premierminister Sébastien Lecornu (40) für diesen Donnerstag zu einem Treffen der politischen Parteien eingeladen hat, um die Demo-Gewalt vom 17. Oktober zu erörtern, kündigte Mélenchon zwar seine Teilnahme an. Er machte aber auch klar, welches Benehmen er an den Tag legen würde: „Wir werden dir dein Treffen gründlich vermiesen“, warf er dem Premier über die Medien zu.
Auswärtiges Amt warnt vor Frankreich-Reisen
Das Auswärtige Amt sorgt sich wegen der Zustände in Frankreich und hat am Mittwoch seine Reise- und Sicherheitshinweise aktualisiert: Sie warnen vor dem 24. Oktober und rufen dazu auf, dass Deutsche, die sich in Frankreich aufhalten, vorsichtig sein sollen. Das Auswärtige Amt schreibt auf seiner Seite: „Verhalten Sie sich umsichtig und meiden Sie Demonstrationen, wenn möglich.“
Mélenchon-Partei will „Chaos und Systemabsturz“
Dass Mélenchon das Chaos unterstützt bzw. sogar anheizt, hat Gewicht und birgt ein erhebliches Risiko für unser Nachbarland. Umfragen für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr (erste Wahlrunde: 18. April) sehen ihn fast sicher in der Stichwahl gegen die rechtsnationale Marine Le Pen (58) – dank der Allianz zwischen Linksextremisten und muslimischen Migranten. Was sie häufig verbindet: die Ablehnung von Rechtsstaat, Behörden und Polizei.
Früher belustigte Mélenchon die Öffentlichkeit, galt als harmlos-verrückter Polit-Rebell. Er sprach viel über seinen Hass auf Deutschland, doch kaum jemand nahm das ernst – auch nicht, als er ein ganzes Buch über uns schrieb oder unserer Kanzlerin „Maul zu, Merkel!“ zurief. Heute ist er brandgefährlich, spricht noch mehr über seinen Hass auf Israel, lässt Parteifreunde (wie EU-Abgeordnete Rima Hassan) in Palästina-Montur auftreten, die er als Symbol für den Umsturz der Weltordnung begreift.
Islam-Expertin Prof. Susanne Schröter (69, Goethe-Uni Frankfurt/M.) zu BILD: „69 Prozent der Muslime haben ‚La France insoumise‘ von Mélenchon gewählt. Sie sind sein Wählerpotenzial, ähnlich wie muslimische Migranten in Berlin das Wählerpotenzial der Partei ‚Die Linke’ sind.“ Auch Extremismus-Experte Ahmad Mansour (50) warnt in BILD: „Die Linken wollen Chaos und den Systemabsturz.“