Großostheim – Nachdem vor gut einem Monat bekannt wurde, dass Depot schon wieder pleite ist, verkündet das Unternehmen jetzt eine bittere Nachricht: Ganze 66 Filialen der Deko-Kette machen dicht! Wie viele Mitarbeiter dadurch ihren Job verlieren, ist noch unklar.
Der Deko-Riese aus dem bayerischen Großostheim hatte im Mai bereits zum zweiten Mal Insolvenz beim Amtsgericht Aschaffenburg angemeldet. Das erste Insolvenzverfahren startete im Jahr 2024 und endete mit der Schließung von 250 Filialen sowie der Kündigung von 2000 Mitarbeitern in ganz Deutschland. 155 Standorte blieben bestehen.
So viele Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Auf seiner Website schreibt das Unternehmen nun, dass weitere 66 Filialen wegfallen – und veröffentlicht eine Liste der betroffenen Standorte. Allerdings gab die Deko-Kette nicht bekannt, wann die Läden schließen und wie viele der noch 1500 Beschäftigten gehen müssen. Klar ist nur, dass mit Plakaten derzeit an den Schaufenstern der Filialen für den Räumungsverkauf geworben wird. Der Rabatt von 40 Prozent gilt auch im Online-Shop „auf fast alles“.
Wie es zur zweiten Insolvenz kam
Im Interview mit BILD hatte Christian Gries, Geschäftsführer der GDC Deutschland GmbH, während der ersten Insolvenz noch einen Neuanfang angekündigt. „Depot 2.0“ sollte aus der Rettung hervorgehen. Der Gründerenkel versprach niedrigere Preise, schneller wechselnde Trend-Produkte und ein moderneres Konzept. Doch daraus wurde offenbar nichts.
Besonders gestiegene Importzölle und die Konkurrenz durch asiatische Handelsplattformen mit deutlich günstigeren Angeboten für ähnliche Produkte würden dem Einzelhändler das Geschäft schwer machen. Zudem habe sich das Kaufverhalten der Kunden nachhaltig verändert, die Nachfrage sei zurückgegangen.