Teheran â Das Mullah-Regime bleibt eiskalt und gnadenlos! Laut iranischer Staatsmedien wurde der ehemalige iranische MMA-Champion Gholamreza Khani Shakarab hingerichtet. Die Propaganda-Nachrichtenagentur Tasnim sowie weitere staatsnahe Medien berichten, die Exekution sei vollstreckt worden.
Shakarab war zuvor aus dem berĂŒchtigten Evin-GefĂ€ngnis in Teheran in das Ghezelhesar-GefĂ€ngnis bei Karadsch verlegt worden. Dort habe er sich zuletzt in Isolationshaft befunden. Menschenrechtsgruppen werten es im Iran hĂ€ufig als Hinweis auf eine bevorstehende Hinrichtung, wenn Gefangene so verlegt werden.
Shakarab im Irak festgenommen
Der KĂ€mpfer stammt aus Ardabil im Nordwesten Irans und war frĂŒher als MMA-KĂ€mpfer, Trainer und internationaler Kampfrichter aktiv. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen lebte er zeitweise in der TĂŒrkei. Festgenommen worden sei er 2025 wĂ€hrend einer Reise in den Irak.
MMA-Champion wird Spionage vorgeworfen
Die iranische Justiz warf ihm âSpionage und Zusammenarbeit mit einem feindlichen Staatâ vor. Gemeint ist Israel beziehungsweise der israelische Geheimdienst Mossad. Das Todesurteil soll vom Revolutionsgericht in Teheran verhĂ€ngt worden sein. Vorsitzender Richter war Abolqasem Salavati, der fĂŒr harte politische Urteile bekannt ist. SpĂ€ter bestĂ€tigte das Oberste Gericht das Urteil.
Mehr Todesurteile im Iran
Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Verfahren scharf. Die norwegische Organisation Iran Human Rights sowie Hengaw sprachen von einem intransparenten Prozess und warfen den Behörden vor, Khani Shakarab keinen frei gewĂ€hlten Anwalt zugelassen zu haben. Zudem gebe es Hinweise, dass belastende Aussagen unter Druck erzwungen worden seien. Ăffentliche Belege fĂŒr die SpionagevorwĂŒrfe legten die iranischen Behörden bislang nicht vor.
Der Iran verschĂ€rfte in den vergangenen Monaten sein Vorgehen gegen mutmaĂliche SpionagefĂ€lle. Menschenrechtsgruppen beobachten eine deutliche Zunahme von Todesurteilen wegen angeblicher Zusammenarbeit mit Israel.