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Wenige Wochen vor der Bundespräsidentenwahl: Knie-OP zwingt Ilse Aigner zur Pause

Wenige Wochen vor der Bundespräsidentenwahl: Knie-OP zwingt Ilse Aigner zur Pause
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München – Sie gilt als eine der aussichtsreichsten Kandidatinnen für das Amt der Bundespräsidentin: Ilse Aigner (61, CSU), Landtagspräsidentin in Bayern. Ausgerechnet in den wichtigen Wochen vor der Entscheidung über einen Kandidaten oder eine Kandidatin der Union muss sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

„Ich muss eine Verletzungspause einlegen, weil mein Knie kaputt ist“, erklärte sie jetzt bei einem Sommerfest in München. Den Juli will sie noch im Amt absolvieren. Am 23. Juli endet die Sitzungszeit des Landtags in Bayern. Danach steht die Operation an. Aigner bekommt eine Teilprothese im Knie.

Für Erholung und Rehabilitation will sie sich reichlich Zeit nehmen, ganz anders als CSU-Parteichef Markus Söder (59). Der hatte sich in den Weihnachtsferien ein neues Hüftgelenk einsetzen lassen. Kaum eine Woche später gab er wieder Interviews. Zwei Wochen nach der Operation nahm er auf Krücken an einer Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten teil.

Aigner stellt dagegen Gesundheit über Geschwindigkeit bei der Rückkehr ins Amt. „Ich muss sehen, wann ich im September wieder einsatzfähig bin“, sagt sie. Davor werde sie nicht verfügbar sein, mindestens vier Wochen lang. Der erste entscheidende Termin für sie steht in der Mitte September auf dem Programm, wenn sich die Landtagsfraktion der CSU zu einer dreitägigen Klausur trifft.

Nach den Ost-Wahlen fällt die Entscheidung

In derselben Zeit werden allerdings auch schon die Karten für die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier (70, SPD) im Amt des Bundespräsidenten gemischt. Voraussichtlich Ende September oder Anfang Oktober will die Union über die Kandidatenfrage entscheiden. „Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin“, heißt es dazu von Unionspolitikern. Weitgehender Konsens ist: Eine Frau soll das Amt übernehmen. Im Rennen ist auch Bundesbildungsministerin Karin Prien (61), die dem CDU-Landesverband Schleswig-Holstein angehört.

Über ihre eigenen Ambitionen spricht Aigner nicht öffentlich. Ihr Parteivorsitzender Markus Söder hat sie allerdings im April mit einem Überraschungs-Vorstoß praktisch zur Kandidatin ernannt. „Die Union wird nach dem Sommer einen Vorschlag machen. Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung“, hatte er in einem Interview mit dem „Münchner Merkur“ gesagt.

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