Washington – Krypto-Deals, Sneakers, Medienklagen, Immobilien – Donald Trump scheffelt während seiner Amtszeit Geld wie kein anderer US-Präsident vor ihm! Laut einer Finanzoffenlegung nahm der Republikaner im Vorjahr 2,2 Milliarden Dollar ein – während er die USA regierte. Der Bericht über die Geschäfte von Trump und seiner Familie umfasst 927 Seiten. Vergleich: Die Nebengeschäfte von Ex-Präsident Joe Biden (83) kamen auf elf Seiten, die von Barack Obama (64) auf acht.
In Washington sorgen die großen Posten für hitzige Debatten. Am meisten kassierten die Trumps aber mit Krypto-Geschäften! Trump stellte sich als Präsident voll hinter das Digital-Geld – und profitierte gleichzeitig selbst von Deals. Krypto-bezogene Einnahmen: mehr als eine Milliarde Dollar. Aber damit nicht genug ...
635 Millionen Dollar mit Meme-Coins
Größter Einzelposten: 635 Millionen Dollar flossen durch eine Lizenzvereinbarung mit Celebration Coins. Der größte Profit kam offenbar vom Meme-Coin $TRUMP. Im Hype um die digitale Münze schoss der Wert zunächst nach oben. Bei den Trumps blieben Gewinne hängen, viele Kleininvestoren verloren später beim Kurssturz.
Weitere 500 Millionen Dollar flossen aus Token-Verkäufen über World Liberty Financial LLC, das Firmenvehikel für mehrere Krypto-Projekte der Trumps. Mitbegründer sind Trumps Söhne Don Jr. (48), Eric (42) und sogar Barron (20) – sowie Trumps Nahost-Sondergesandter Steve Witkoff (69).
Goldene Uhren mit Trump-Gravur
Aber auch Kleinvieh macht Mist: Über ein wahres Merchandising-Imperium wird eine breite Produktpalette verkauft! Wer in die Saiten greifen will, kann Trump-Gitarren mit Signatur und Adler kaufen. Einnahmen: 11.000 Dollar. Wer so richtig mächtig riechen möchte, greift zum Trump-Parfüm oder trägt Trump-Sneakers. Umsatz für beides: 67.634 Dollar. Goldene Uhren mit der Gravur „Trump“ brachten 4,7 Millionen Dollar ein. Eine Sonderausgabe der Bibel („Greenwood Bible“) brachte 208.486 Dollar ein.
Auch über die Finanzmärkte sprudelten Gewinne: Trump erhielt Dividenden aus dem Aktienbesitz bei Großkonzernen wie Berkshire Hathaway, Bank of America, JPMorgan Chase, Nvidia, Tesla, Walmart, Apple, Microsoft und Amazon.
WM-Finaltickets für 15.000 Dollar
Erwähnt sind auch Geschenke, etwa von Fifa-Präsident Gianni Infantino (56), darunter zehn WM-Finaltickets im Wert von 15.000 Dollar – offenbar, um Trump während der Fußball-WM gnädig zu stimmen. Auch ein anderer Posten überrascht: Trump erstritt Vergleiche mit US-Medien und Techfirmen in Höhe von fast 90 Millionen Dollar. Er hatte sie wegen angeblich einseitiger Berichterstattung verklagt.
Kritiker sehen klare Interessenkonflikte: Trumps Entscheidungen als Präsident beeinflussen auch seine Privatgeschäfte. Das Weiße Haus weist die Vorwürfe zurück: Seine Vermögenswerte würden von seinen Söhnen verwaltet. Weder Trump noch seine Familie hätten Interessenkonflikte, so seine Sprecherin Anna Kelly.