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Startup Teens Awards 2026: SO gestalten Schüler Deutschlands Zukunft

Startup Teens Awards 2026: SO gestalten Schüler Deutschlands Zukunft
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Berlin – Von der Schulbank ins Start-up: Große Ideen brauchen kein Silicon Valley. Das beweisen mehr als 100 Schülerinnen und Schüler, die heute mit ihren Geschäftsideen im Finale der Startup Teens Awards 2026 in Berlin angetreten sind. Deutschlands größter Businessplan-Wettbewerb für junge Leute lockt in sieben Kategorien mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld.

Ein Armband, das vor zu viel UV-Strahlung warnt, ein Schutzsystem gegen Telefonbetrug, Hilfe für Mathe-Muffel. „Diese Projekte zeigen, wie viele junge Menschen konstruktiv an der Zukunft arbeiten“, sagt Startup-Teens-Mitgründer Hauke Schwiezer (48). Er spricht von Rekord-Bewerbungszahlen und den stärksten Finalteams seit Bestehen des Wettbewerbs. BILD zeigt drei Ideen, die nicht nur clever sind, sondern echte Probleme Millionen Deutscher lösen wollen.

Sommer, Sonne, Sonnenbrand: Armband warnt vor gefährlicher UV-Strahlung

Deutschland steht vor einem Hitze-Wochenende der Extreme. Bis zu 44 Grad werden erwartet, der UV-Index erreicht vielerorts die höchste Warnstufe. Schon ein kleiner Sonnenbrand kann schwere Folgen haben: UV-Strahlung ist die Hauptursache für Hautkrebs! Laut Bundesamt für Strahlenschutz erkranken hierzulande jedes Jahr mehr als 300.000 Menschen neu.

Jonathan Tenorth (19) weiß, wie gefährlich Hautkrebs sein kann. Seine Großmutter litt an der Krankheit. „Uns wurde klar, dass man einen Sonnenbrand meist erst bemerkt, wenn der Schaden schon längst entstanden ist“, erzählen die Gründer. Daraus entstand „SunSight“: ein Armband, das vor zu viel UV-Strahlung warnt. Statt App oder Akku genügt ein Blick aufs Handgelenk. Ein spezieller Farbstoff färbt das Band bei hoher UV-Belastung violett und später wieder durchsichtig.

Für die Gründer ist der Wettbewerb erst der Anfang. Ihr Ziel: „SunSight“ soll möglichst bald in Serie gehen und Menschen helfen, sich besser vor UV-Strahlung zu schützen.

Ein Enkel für alle: 19-Jähriger baut digitale Betrüger-Falle

Erst klingelt das Telefon, dann beginnt der Betrug. Ein angeblicher Polizist, ein vermeintlicher Enkel, eine erfundene Notlage: Telefonbetrüger spielen gezielt mit der Angst und Hilfsbereitschaft ihrer Opfer. Die Maschen richten jedes Jahr Millionenschäden an.

Auch Vincent Nacks (19) Großeltern wurden vor Jahren Opfer eines Telefonbetrugs. „Der Vorfall liegt zwar lange zurück, aber solche Erfahrungen hinterlassen Spuren“, sagt er. „Oft wird nur über den finanziellen Schaden gesprochen, dabei ist der psychologische Schaden mindestens genauso wichtig.“

Diese Erfahrung brachte Vincent auf eine Idee: die „Fennec Box“. Die kleine Box wird mit dem Router verbunden und analysiert Telefonate mithilfe künstlicher Intelligenz. Erkennt das System typische Betrugsmuster, kann es warnen, Anrufe beenden oder Angehörige per SMS informieren. Seine Erfindung sorgt schon jetzt für Aufmerksamkeit: Die Münchner Polizei spricht mit Vincent über eine mögliche Weiterentwicklung des Systems. Sein Ziel: „Ich möchte dieses Problem wirklich lösen.“

Bruchlandung beim Rechnen? Teenager wollen Deutschlands Rechenschwäche stoppen

Deutschlands Matheproblem wächst: Fast jeder vierte Neuntklässler verfehlt inzwischen die Mathe-Mindeststandards. Das zeigt der von Bund und Ländern im Juni 2026 vorgestellte Bildungsbericht.

Genau gegen dieses Problem wollen Ripudaman Singh (18) und seine Schwester Gurleen Kaur (16) etwas tun. Die Geschwister wurden in Indien geboren, gingen später in Italien zur Schule und leben heute in Deutschland. Überall beobachteten sie dasselbe: Viele Mitschüler griffen schon bei einfachen Aufgaben zum Taschenrechner. Die Geschwister tüftelten lange an einer Lösung. Acht Geschäftsideen landeten wieder im Papierkorb. Erst bei ClcEasy war Ripudaman überzeugt: „Das hat wirklich Potenzial.“

Mit ClcEasy übertragen die Geschwister vedische Rechenmethoden – eine indische Rechenlehre mit einfachen Rechenstrategien – auf den deutschen Lehrplan. Rund 300 Schülerinnen und Schüler haben die App bereits getestet, auch aus der Bildungsforschung gibt es Zuspruch. Am 1. August soll ClcEasy starten.

Aus Ideen werden Start-ups

Damit mehr Jugendliche den Schritt wagen, hat Startup Teens eine KI- und Unternehmertum-App entwickelt. Sie vermittelt Gründungs- und KI-Wissen und zeigt Jugendlichen, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein Start-up werden kann. Und was raten die jungen Gründer anderen Jugendlichen mit einer guten Idee? „Einfach machen!“

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