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Galeria gerettet! Vorerst …

Galeria gerettet! Vorerst …
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Berlin – Der monatelange Poker ist vorbei: Die schwer angeschlagene Warenhauskette Galeria erhält den dringend benötigten Notkredit! Heißt: Galeria ist vorerst gerettet!

BILD erfuhr: Der US-Investor Gordon Brothers, die Galeria-Eigentümer sowie weitere Beteiligte (u.a. Versicherungskonzerne) haben sich geeinigt. Gordon Brothers gibt Galeria eine Kreditlinie über 160 Millionen Euro. Ein Teil des Betrags soll bereits am heutigen Nachmittag an Galeria geflossen sein. Damit kann das Warenhaus die Juni-Löhne an die 12.000 Mitarbeiter und die Mieten für die Warenhäuser (insgesamt 83) bezahlen. Und endlich Waren für das so wichtige Weihnachtsgeschäft bestellen.

Aber: Galeria muss mit dem Geld auch einen anderen Kredit über 70 Millionen Euro (plus Zinsen) ablösen. Das bedeutet: Knapp die Hälfte des Betrags geht schon dafür weg.

Müssen 30 Filialen trotzdem schließen?

Deshalb soll es nun erneut ein hartes Sanierungsprogramm geben. Rund 30 Filialen könnten demnach schließen, heißt es in einem Konzept des Beratungsunternehmens Alix Partners. Das würde den Abbau tausender Jobs bedeuten. Außerdem sollen viele Filialen verkleinert werden, andere Firmen (z.B. auch Lidl) als Untermieter einziehen. Außerdem will Galeria mit Vermietern verhandeln, dass sich die Höhe der Miete künftig am Umsatz orientiert.

Galeria schreibt tiefrote Zahlen (mehr als 10 Millionen Euro Verlust pro Monat). Der Umsatz liegt zum Teil mehr als zehn Prozent unter dem Vorjahr.

Zu BILD sagte Galeria-Miteigentümer Bernd Beetz (hält 28,2 Prozent): „Für Galeria kann es nach der Kreditzusage weitergehen, doch die Lage bleibt angespannt. Jetzt gilt es, gemeinsam mit Politik, Standorten, Vermietern und weiteren Stakeholdern tragfähige Lösungen zu finden. Unsere Strategie steht, aber unter den schwierigen Rahmenbedingungen ist es ein sehr großer Kraftakt, diese umzusetzen.“

Galeria wichtig in vielen Innenstädten

Galeria sei wichtig für viele Innenstädte, so Beetz: „Wir wollen eine Perspektive schaffen – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die jeweilige Innenstadtlage.“ Dafür brauche es auch die Sozialpartner.

Beetz kündigte große Veränderungen an: „Jetzt haben wir die Chance, unsere Strategien weiter umzusetzen, etwa mit modularen Flächenkonzepten, neuen Partnern und einem verbesserten Sortiment.“

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