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Schalke 04: Kommentar von Christian Kitsch – Dzeko tut mir leid!

Schalke 04: Kommentar von Christian Kitsch – Dzeko tut mir leid!
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Als Schalke vergangenen Winter völlig überraschend Edin Dzeko verpflichtete, war die Fan-Euphorie grenzenlos! Der Weltstar ohne Allüren wechselte tatsächlich in die Niederungen der 2. Liga, in den grauen Ruhrpott.

Der Stürmer lieferte ab – und wie! Auch dank seiner Tore stieg Königsblau auf, allein die Aura des WM-Teilnehmers gab dem Klub, der zuvor zweimal knapp dem Abstieg in die 3. Liga entgangen war, einen unglaublichen Push, verlieh strahlenden Glanz. Dafür muss Schalke der lebenden Legende bis in alle Ewigkeiten dankbar sein.

Doch zur Wahrheit gehört auch: Seit der Bundesliga-Rückkehr haben sich die Zeiten und Gegner geändert. „Laufkundschaft“ gibt es im Oberhaus nicht mehr – und das spürt der mittlerweile 40-Jährige bitter am eigenen Leib.

Gegen Elversberg und zuletzt gegen Mainz stand Dzeko in der Startelf. Beide Male hing er völlig frustriert in der Luft, war ein Fremdkörper. Vom Glanz früherer Tage keine Spur.

Miron Muslic will seinen Bosnien-Kumpel auf Biegen und Brechen in Szene setzen. Dabei unterschätzt der Trainer das mittlerweile fortgeschrittene Alter des Stürmers auf der einen und überschätzt seine eigenen Motivationsfähigkeiten – vor allem aber die Qualität der Dzeko-Mitspieler – auf der anderen Seite gnadenlos.

Die Team-Kollegen sind technisch limitiert, können Dzeko nicht mit den feinen Bällen, präzisen Flanken und raffinierten Pässen bedienen, die er so dringend braucht, um seinen Tor-Instinkt auszuleben. Ihnen fehlt die Klasse.

Wenn Kapitän Karaman zum Thema Startelf-Dzeko sagt: „Das muss der Trainer entscheiden“ und Sportdirektor Mulder deutlich ergänzt: „Ich denke, Edin kann als Joker sehr wertvoll sein“, dann weiß man, was die Stunde geschlagen hat!

Dzeko tut mir leid, man möchte ihn schon fast in den Arm nehmen! Es droht die Gefahr, dass sein Denkmal zerstört wird, der Legenden-Status schlimme Kratzer bekommt. Dabei ist Mitleid sicher das Letzte, was der Welt-Stürmer haben will. Er verdient im Gegenteil Anerkennung und Respekt. Der Stürmer will vor allem eines: Schalke, in das er sich verliebt hat, helfen.

Das kann er auch weiterhin! Doch dafür müssen sich Muslic und er ehrlich in die Augen schauen, die Wahrheit und Fakten akzeptieren: Dzekos Zeit als Startelf-Spieler ist abgelaufen! Bei Rückstand und in Notsituationen kann der Bosnier dagegen weiterhin unglaublich wichtig sein für Schalke.

Wenn Joker Dzeko nur zweimal in dieser Saison noch die Remis rettet, können diese zwei Punkte die Big Points im Kampf um den Klassenerhalt werden. Dzeko wäre erneut ein Schalke-Held – in seiner neuen Rolle als Chef-Joker!

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