Las Vegas (USA) – In der glitzernden Gaga-Welt der Glücksspiel-Metropole Las Vegas ist alles möglich. Spontane Hochzeiten, plötzliche Pleiten – und leider auch fürchterliche Fälle von Tierquälerei. Ein betrunkener Tourist hat aus dem Gehege eines berühmten Hotels einen Flamingo geklaut, ihn mit aufs Zimmer genommen und gequält. Das Tierchen namens „Peachy“ ist jetzt wieder in Sicherheit, den Täter erwarten bis zu vier Jahre Haft.
US-Medien berichten, dass sich der Vorfall im berühmten Hotel „Flamingo Las Vegas Hotel & Casino“ abspielte. Es soll das einzige Hotel mit einem Flamingo-Gehege am Las Vegas Strip sein. Die Behörden machten keine näheren Angaben zum Tatort.
Flamingo ist wieder fit, aber noch verängstigt
Was bekannt ist: Mitchell Fairbarn (34), ein Tourist aus Kanada, nahm den Flamingo namens „Peachy“ am 3. März mit auf sein Zimmer und verletzte ihn dort. Der Mann war betrunken und handelte vorsätzlich, so die Staatsanwaltschaft. Videos zeigen, wie er das Tierchen in einem Aufzug hält und durch den Hotelflur trägt. Als „Peachy“ gefunden wurde, fehlten ihm sieben bis acht Federn. Außerdem wurden Blut im Gefieder und Verletzungen an den Flügeln entdeckt. Laut einer Tierärztin geht es dem Flamingo wieder gut, er sei aber bei Untersuchungen jetzt ängstlicher als vor der Hotelzimmer-Qual.
Fairbarn wurde von einem Geschworenengericht schuldig gesprochen, ihm drohen bis zu vier Jahre Haft sowie weitere sechs Monate Gefängnis. Die Verkündung des Strafmaßes ist für den 1. Dezember angesetzt. Bis dahin soll er in Haft bleiben.
Tierquäler spricht von „albernem Scherz“
Seine Verteidiger hatten eingeräumt, dass Fairbarn betrunken und unvernünftig gehandelt habe. Er habe dem Tier aber nicht schaden wollen. Vor Gericht sprach der Täter selbst von einem „albernen Scherz“ und erklärte: „Ich dachte, das wäre etwas, worüber wir für den Rest unseres Lebens Witze machen könnten.“ Zum Lachen war Fairbarn vor Gericht nicht zumute. Er brach während der Verhandlung in Tränen aus.