Politik

Sarah Tacke im ZDF: Herbert Reul wettert gegen Berliner Kuschel-Justiz

Sarah Tacke im ZDF: Herbert Reul wettert gegen Berliner Kuschel-Justiz
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Da hat einer die Schnauze gestrichen voll! In der ersten Talkshow von ZDF-Rechtsexpertin Sarah Tacke (43) machte NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) seinem Ärger Luft. Es ging um die Islamismus-Debatte nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day. Reuls Zorn-Ansage: „Dieses Wer-ist-jetzt-schuld-an-was, ich kann das nicht mehr ertragen! Die Lage ist so brenzlig. Da erwarte ich, dass alle, die einigermaßen die Birne zusammen haben, handeln!“

Klare Kante gegen Berliner Behörden

Über das Berliner Gericht, das den späteren Täter Abdul Ballout (21) mit Bewährung nach Jugendstrafrecht davonkommen ließ, wetterte der Minister im ZDF: „Man muss die Relation mal wieder normal machen. Im Normalfall sollen die Heranwachsenden als Erwachsene verurteilt werden, Ausnahme: Jugendstrafrecht. Die Praxis hat das einfach umgedreht. Und das, obwohl wir immer mehr Straffällige haben bei jungen Leuten. Ich begreife das nicht.“

Klare Kante auch gegen die Berliner Behörden. Reul sichtlich sauer: „Ich habe keine Lust, den Leuten zu sagen, was sie machen müssen. Jeder muss seinen Job machen und sich drum kümmern.“ Die klare Forderung des Ministers: „Ich glaube immer mehr, dass es wichtig ist, dass wir Position beziehen und für was stehen. Ich glaube, man muss das, was unseren Staat ausmacht, die Werte, nicht nur so als Wertemonstranz vor sich hertragen, sondern das muss erlebbar sein. Die Leute müssen sehen, dass das, worum es hier geht, etwas Wertvolles, etwas Tolles ist. Von morgens bis abends nur über Probleme zu reden, ist auch keine Lösung.“

Reuls Rat zum CSD in Hamburg? „Hingehen!“

„Es gibt keine Wunderwaffen, aber viele kleine Dinge“, erklärte Reul dazu. „Erstens, dass man das Problem benennt und nicht drumherum redet. Zweitens, dass man anfängt, was zu tun, und den Leuten nicht verspricht, dass morgen alles perfekt ist. Dass man sich anstrengt, sich kümmert, damit die Leute Vertrauen kriegen zu denen, die politisch handeln.“ Bei Problemen mit Islamismus in Schulen forderte der Minister energisch: „Es ist unser Job, dass Lehrer, die klar Position beziehen, Unterstützung bekommen. Notfalls muss man ihnen auch helfen, wenn sie angegriffen werden, indem man Polizei zur Verfügung stellt.“

Reuls Rat zum CSD an diesem Wochenende in Hamburg: „Hingehen!“ Denn, so der Minister: „Es wäre der größte Fehler, da nicht hinzugehen. Das darf man gar nicht einreißen lassen. Nicht diese Typen bestimmen, wie wir leben, sondern wir.“

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