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Saarland: Überraschende Umfrage! SPD von Rehlinger erlebt kleines Wunder

Saarland: Überraschende Umfrage! SPD von Rehlinger erlebt kleines Wunder
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Saarbrücken – Was ist denn da im Saarland los? Während die SPD bundesweit seit Monaten mit schwachen Umfragewerten kämpft, erlebt sie an der Saar plötzlich ein kleines Polit-Wunder. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (50) schießt im neuen „Saarlandtrend“ vom Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (SR) auf 33 Prozent. Das sind ein halbes Jahr vor der nächsten Landtagswahl (18. April 2027) satte sechs Punkte mehr als bei der letzten Umfrage im Dezember 2025.

Das Saarland wird damit immer mehr zur SPD‑Ausnahmezone. Zum Vergleich: Bundesweit kommen die Sozialdemokraten derzeit gerade einmal auf 13 bis 14 Prozent. Damit ist die Rehlinger-SPD im Saarland mehr als doppelt so stark wie die Partei im Bund.

CDU stürzt auf Rekordtief

Der große Verlierer an der Saar ist die CDU. Sie fällt um fünf Punkte auf nur noch 20 Prozent. Noch nie schnitten die Christdemokraten beim „Saarlandtrend“ so schlecht ab. Erstmals landet die CDU sogar hinter der AfD. Die Rechtsaußenpartei verliert zwar zwei Punkte, erreicht aber 21 Prozent und ist damit zweitstärkste Kraft. Bei der Landtagswahl 2022 hatte sie lediglich 5,7 Prozent geholt.

Die Grünen, die bei der Wahl 2022 noch knapp die Fünf-Prozent-Hürde verpasst haben, setzen ihren Aufwärtstrend fort und könnten mit 9 Prozent in den Landtag einziehen – ebenso die Linke (6 Prozent). FDP und BSW (jeweils 3 Prozent) würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Das Hoch der Saar-SPD hängt vor allem mit der großen Popularität von Rehlinger zusammen. 62 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Verglichen mit anderen Bundesländern ist das der zweitbeste Wert hinter Andreas Bovenschulte (61, SPD) aus Bremen. Anders sieht es bei Rehlingers CDU-Kontrahenten Stephan Toscani (59) aus. Nur noch 29 Prozent sind von ihm überzeugt.

Mehrere Machtopionen für Rehlinger

Für eine erneute SPD-Alleinregierung würde es trotzdem nicht reichen. Eine Mehrheit hätten SPD und CDU gemeinsam. Auch Rot-Rot-Grün aus SPD, Linken und Grünen wäre rechnerisch möglich. Die Debatte über den Umgang mit AfD und Linken hat auch im Südwesten an Fahrt aufgenommen. Der Saarlandtrend zeigt: Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) findet es richtig findet, dass die Zusammenarbeit mit der AfD von einigen Parteien ausgeschlossen wird. Die CDU schließt auch eine Kooperation mit der Linken aus. Eine deutliche Mehrheit der Saarländer (57 Prozent) hält das für falsch.

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