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„Putins Omas“ fordern: Melania for President!

„Putins Omas“ fordern: Melania for President!
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Krasnodar – „Putins Trupps“ sind eine skurrile, kremltreue Aktivistengruppe aus Südrussland, bestehend vor allem aus Rentnerinnen. Bekannt sind die „Putin-Omis“ für schrille Propagandaaktionen, Flaggenverbrennungen und Attacken auf Oppositionelle. Fast schon Kultstatus haben ihre Auftritte in den sozialen Medien.

Jetzt richtet sich der Blick der Babuschkas ins Weiße Haus – und sie stellen eine bizarre Forderung an Amerika! In einem Instagram-Video spricht sich die Gruppe für First Lady Melania Trump als nächste US-Präsidentin aus. Offenbar reicht den Putin-Omis ein Trump im Weißen Haus noch lange nicht.

Dass ausgerechnet die Präsidentengattin plötzlich russische Fan-Omas hat, hat einen Hintergrund: Melania Trump hat sich in den vergangenen Monaten überraschend stark in die Russland-Ukraine-Diplomatie eingeschaltet. Sie engagierte sich für die Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder und war an der Vermittlung einer zeitlich begrenzten Waffenruhe rund um das russisch besetzte Oleschky beteiligt. Der vorläufige Höhepunkt folgte diese Woche: Melania Trump empfing im Weißen Haus Vertreter beider Kriegsparteien, darunter Kirill Dmitriev, den Sondergesandten von Wladimir Putin. Der dankte ihr ausdrücklich „im Namen von Präsident Putin“ für ihre humanitäre Rolle und überreichte ihr die Zeichnung eines elfjährigen Mädchens mit der Botschaft „I love Melania Trump“.

Die Forderung kommt nicht ganz von ungefähr: Auch in den staatlich kontrollierten Medien (das sind in Russland jetzt ausnahmslos alle) hat sich der Ton verändert: Dort wird Melania plötzlich als Hoffnungsträgerin dargestellt!

Die „Rossijskaja Gaseta“ beschreibt Melania Trump inzwischen als eigenständige politische Figur mit einem eigenen Gesprächskanal nach Moskau und Kiew. Schon zuvor berichteten russische Medien, Wladimir Putin habe Donald Trump gesagt, seine Frau werde in Russland „sehr stark respektiert“.

Aus der früher eher belächelten Präsidentengattin wird in der kremlfreundlichen Erzählung damit plötzlich eine Art Friedens-Melania: eine Amerikanerin, die mit Moskau redet, Putin nicht öffentlich dämonisiert und dabei sogar konkrete Ergebnisse vorweisen kann. Dass die „Putin-Omis“ aus ihr gleich eine Präsidentschaftskandidatin machen, ist dann nur noch der logische nächste Schritt ihrer ganz eigenen Weltpolitik. Ob „Putins Omas“ den US-Wahlkampf 2028 entscheiden, ist weiterhin unwahrscheinlich. Für die ersten Lacher haben sie aber jedenfalls schon gesorgt.

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