Politik

Ein Zwischenruf von Peter Tiede zu den rot-grünen Verrenkungen in Berlin: Die würdelose Clowns-Nummer

Ein Zwischenruf von Peter Tiede zu den rot-grünen Verrenkungen in Berlin: Die würdelose Clowns-Nummer

Die Überraschung vorneweg: Die Worte von SPD-Chef Lars Klingbeil haben noch Wirkung. Gut, wie viel es in der SPD ist, weiß man nicht recht. Aber bei der Berliner Linken wirken seine Worte, wonach eine Koalition in Berlin nur ohne die Antisemiten und Clan-Truppen möglich sei: Der Linke-Landesvorstand fordert nun die Juden- und Israelhasserin Vanessa Emde auf, ihr Berlin-Mandat niederzulegen. Klingt wuchtig. Ist luftig.

Und da sind wir dann bei einem Problem, das die SPD und die Linke eint. Sie kriegen es beide nicht hin:

  • Klingbeil kann sich keineswegs sicher sein, dass seine Berlin-Genossen eine fertig ausgehandelte Koalition im nächsten Jahr vor Start platzen lassen wegen Emde & Clans. Er weiß ja nicht mal, ob er Ende Januar selbst noch Parteichef ist. Klingbeils Lösungsweg: Die Linke in Berlin müsste das für ihn regeln, bevor seine Genossen nicht auf ihn hören.
  • Und die radikale Berlin-Linke ist intern impotent: Die Fraktionsführung bekommt bislang Emde nicht ausgeschlossen. Zu viele Emde-Freunde unter ihnen für eine Zweidrittel-Ausschluss-Mehrheit. Linken-Lösungsmotto nun: „Du, Vanessa, wir kriegen dich ja leider nicht erlegt. Wärst du nun, bitte, bitte, so nett, dich selbst für uns ins Schwert zu stürzen?“ Politischer Selbstmord aus Verantwortung? Lächerlich!

Das Ganze schon vor Verhandlungsende: eine Koalition der Charakter-Loser.

Abgesehen davon, dass es unerhört ist, eine frei gewählte Abgeordnete, die nur sich und ihrem Gewissen (bei Emde: „Gewissen“) verpflichtet ist, zur Abgabe des Mandats aufzufordern: Gewählt ist gewählt! Zur Wahl aufgestellt ist zur Wahl aufgestellt. Emde hasste Israel ja nicht erst nach der Wahl plötzlich und unerwartet. Nein, sie wurde von den Ihren in ihrer Partei genau deshalb zur Wahl aufgestellt – und von ihrem Pro-Pali-Biotop auch deshalb gewählt. Die Wahl: gilt.

Emde ist Linke ist Emde.

Alles, wirklich alles an diesen knallrot-grün-roten Balz-Verrenkungen in diesem versumpften Hauptstadt-Habitat ist: Polit-Kappes! Der Versuch von Grünen und SPD, diese Linke per Travestie als standesgemäße Braut vorzuführen: eine erbärmliche Clowns-Nummer. Schon vor der Kirche: Der längst gefallenen, aber noch wahlsiegberauschten Braut ist die Schminke verlaufen, die Perücke verrutscht, der Absatz weggeknickt, der Reißverschluss geplatzt, das Kleid gossenbefleckt. Und der Rest vom Fest versucht, sich geschlossenen Auges auf Ausrede-Krücken oder am Charakter-Rollator in diese ruchlose Ehe zu retten.

Es wird aufgeführt: Die Hoch-Zeit der Würdelosen.

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