Enttäuschende Nachrichten für zwei deutsche Basketball-Juwelen. Die Charlotte Hornets haben Christian Anderson Jr. (20) und Hannes Steinbach (20) in ihr Farmteam versetzt. Ab sofort laufen die beiden für die Greensboro Swarm in der unterklassigen G-League auf. Dort wird Nachwuchs- und Ersatzspielern Einsatzzeit garantiert, wenn man ihnen die Superstar-Liga NBA (noch) nicht zutraut.
Besonders bitter ist das für Anderson Jr. und Steinbach, weil sie als Top-Talente des DBB gelten und jeweils Erstrundenpicks der Hornets waren. Anderson Jr. war im vergangenen Juni an 18. Stelle im NBA Draft ausgewählt worden. Steinbach wurde sogar als 14. Spieler ausgewählt und ist damit der am höchsten gedraftete Deutsche seit Franz Wagner (2021 als 8. Pick zu den Orlando Magic).
Steinbach wurde in Würzburg geboren. Mit 18 Jahren bekam er 2024 seinen ersten Profivertrag bei den Würzburg Baskets. 2025 wechselte er an die University of Washington und spielte ein Jahr College Basketball in den USA, bevor er zu den Hornets wechselte. Anderson Jr. wuchs in Atlanta auf und besitzt über seinen Vater, der in Deutschland Profi war, die deutsche Staatsbürgerschaft.
Bei der U18-EM gewannen beide Gold für Deutschland und gelten als große Hoffnungsträger für die deutsche Nationalmannschaft. Jetzt der Schritt zurück in die G-League, wo beide mit guten Leistungen Argumente für die Rückkehr in die NBA sammeln müssen.