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Nach Donald Trump dürfte US-Stürmer Balogun kein Ami sein

Nach Donald Trump dürfte US-Stürmer Balogun kein Ami sein
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Die Scheinheiligkeit des US-Präsidenten. Mit einem Anruf bei Fifa-Boss Gianni Infantino (56) sorgte Donald Trump (80) offenbar dafür, dass US-Stürmer Folarin Balogun (25) im WM-Achtelfinale gegen Belgien (Dienstag, 2 Uhr, ARD/MagentaTV und auf bild.de im Live-Ticker) doch zum Einsatz kommen kann. Die Rotsperre des Angreifers wurde am Sonntag vom Weltverband Fifa überraschenderweise aufgehoben.

Dabei wäre der Knipser nach Trumps politischer Idealvorstellung gar kein Amerikaner! Denn: Balogun ist nur aufgrund seiner Geburt in New York City ein US-Bürger. Der Sohn nigerianischer Eltern kam in der Millionen-Metropole zur Welt, da seine hochschwangere Mutter Florence kein Flugzeug mehr betreten durfte. Anschließend wuchs er in London auf.

Trump wollte „Birthright Citizenship“ kippen

Grundsätzlich hat jede Person, die in den Vereinigten Staaten geboren wird, einen Anspruch auf den amerikanischen Pass. Das Prinzip der sogenannten „Birthright Citizenship“ ist durch die Verfassung garantiert. Trump wollte dieses Privileg gerichtlich kippen. Das höchste US-Gericht, der neunköpfige „Supreme Court“, stimmte jedoch vergangene Woche mit 6:3 dagegen.

Für Trump, der eine rigorose Anti-Einwanderungs-Agenda verfolgt, ein herber Rückschlag. Von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen wurde die Entscheidung dagegen begrüßt. Der US-Präsident gibt jedoch nicht auf und nahm kurz nach der gerichtlichen Verkündung in einem Beitrag auf seiner Plattform „Truth Social“ den von seinen Republikanern kontrollierten Kongress in die Verantwortung.

Trump: „Der Kongress sollte noch heute damit beginnen, daran zu arbeiten, die für unser Land kostspielige und ungerechte Staatsbürgerschaft durch Geburt abzuschaffen. Dabei wird er meine uneingeschränkte Unterstützung haben!“

Die „Birthright Citizenship“ wurde 1868 als Teil des 14. Zusatzartikels in die US-Verfassung aufgenommen. Damals standen vor allem die kurz zuvor befreiten Sklaven im Vordergrund. Ihnen und ihren Nachkommen sollte durch das Geburtsrecht Staatsbürgerschaft garantiert werden. Zuvor hatten Menschen afrikanischer Abstammung nämlich kein Anrecht auf einen US-Pass, selbst wenn sie in den USA geboren wurden.

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