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Microsoft: 60.000 Beschäftigte erhalten freiwillige Abfindungsangebote

Microsoft: 60.000 Beschäftigte erhalten freiwillige Abfindungsangebote
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Redmond (USA) – Microsoft pumpt Milliarden in Künstliche Intelligenz und setzt zugleich beim Personal den Rotstift an. Jetzt bietet der Tech-Gigant jedem vierten Mitarbeiter eine Abfindung an, wenn er freiwillig geht.

Das geht aus einer internen Mitteilung von Personalchefin Amy Coleman (37) hervor, die „Business Insider“ (gehört wie BILD zu Axel Springer) vorliegt. Mit dem freiwilligen Ausstiegsangebot wolle Microsoft Mitarbeitern, wo möglich, „mehr Möglichkeiten geben, ihr nächstes Kapitel selbst zu gestalten“, schreibt Coleman. Das Angebot richtet sich an rund 60.000 Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien. Das entspricht rund einem Viertel der weltweit 223.000 Mitarbeiter. Für Microsoft ist es bereits das zweite Abfindungsprogramm in diesem Jahr.

Für Ökonom Emanuel Boeminghaus ist die Ankündigung ein Warnsignal. Auf X schreibt er: „Jetzt färbt sich der Arbeitsmarkt blutrot! Die KI-Revolution beginnt, ihre Opfer zu fordern und das große Job-Gemetzel hat gerade erst begonnen!“ Aber: 60.000 Abfindungsangebote bedeuten nicht, dass tatsächlich 60.000 Menschen ihren Job verlieren. Die Angebote sind freiwillig. Wie viele Mitarbeiter sie am Ende annehmen, ist offen.

5000 Stellen bereits abgebaut

Microsoft selbst begründet den Schritt auch mit dem Wunsch nach „mehr Flexibilität“. Gleichzeitig steckt der von Bill Gates (70) mitgegründete Konzern Riesen-Summen in KI. Für Rechenzentren und KI-Chips sind im laufenden Jahr Investitionen von 130 bis 145 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 116 bis 129 Milliarden Euro) geplant. Das wäre fast doppelt so viel wie 2025. Während die KI-Ausgaben explodieren, ist die Belegschaft bereits kleiner geworden. Ende Juni beschäftigte Microsoft weltweit 223.000 Menschen, etwa 5000 weniger als Ende des vergangenen Jahres. Im Juli hatte Microsoft angekündigt, dass knapp 5000 weitere Stellen gestrichen werden.

Microsoft-Gründer Bill Gates warnte schon im August vor möglichen Folgen der KI für den Arbeitsmarkt. Vor allem junge Menschen könnten künftig Schwierigkeiten haben, überhaupt noch eine Stelle zu finden.

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