Politik

Massenhafter Betrug bei Einbürgerungen: Geheimrazzia gegen die Sprachtest-Mafia

Massenhafter Betrug bei Einbürgerungen: Geheimrazzia gegen die Sprachtest-Mafia
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Wer in Deutschland eingebürgert werden will, muss einen Sprachtest bestehen. Doch das System lädt zum Betrug ein. Die Nachweise werden von Banden im großen Stil gefälscht und verkauft. Tausende Ausländer erschleichen sich so den deutschen Pass. „Für nicht einmal 1500 Euro können Ausländer sich ihren Weg bis hin zur deutschen Staatsbürgerschaft ebnen. Ganz ohne mühsame Integration, ohne frustrierendes Sprachelernen“, so der „Stern“.

Bislang erschien die Politik machtlos gegen die Machenschaften. Doch jetzt hat Berlins Justizsenatorin, CDU-Bundesvorstand Felor Badenberg (51), der Sprachtest-Mafia den Kampf angesagt. BILD erfährt exklusiv: Bereits am 15. Juni 2026 vollstreckten rund 220 Kräfte des Landeskriminalamtes, darunter Spezialeinsatzkräfte sowie Einsatzhundertschaften der Polizei Berlin und Kräfte des Spezialeinsatzkommandos Brandenburg, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin mehrere Durchsuchungsbeschlüsse sowie fünf Haftbefehle.

Handel florierte bundesweit

Der geheimen Razzia waren intensive Ermittlungen gegen insgesamt zehn Beschuldigte (zwischen 22 und 32 Jahre alt) vorausgegangen. Der Verdacht: Banden- und gewerbsmäßige Urkundenfälschung im Zusammenhang mit gefälschten Sprachzertifikaten!

Die Bande soll ihren illegalen Handel von Berlin aus in ganz Deutschland betrieben haben (dreiste Werbung in sozialen Netzwerken wie Facebook und Co.). Die Einsatzkräfte stellten unter anderem diverse Zertifikate, Drucker, Laptops, Mobiltelefone und weitere Datengeräte sowie Bargeld in fünfstelliger Höhe sicher, und beschlagnahmten alles.

Badenberg zu BILD: „Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht zur Handelsware werden.“ Mit der Razzia am 15. Juni sei ein „wichtiger Schlag gegen ein mutmaßliches Fälschungsnetzwerk gelungen“. Die CDU-Politikerin: „Wer die Voraussetzungen für eine Einbürgerung mit gefälschten Dokumenten vortäuscht, untergräbt das Vertrauen in unseren Rechtsstaat und missbraucht rechtsstaatliche Verfahren.“

Badenberg knallhart – erst im März hatte sie im Bundesrat eine Initiative eingebracht, die darauf abzielt, dass mutmaßliche Kriminelle künftig beweisen müssen, dass sie teure Autos oder Luxusvillen aus legalen Einkünften finanziert haben. Können sie das nicht, werden die Güter vom Staat eingezogen.

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