New York (USA) – Der amerikanische Serienmörder Rex Heuermann (62), der mindestens acht Frauen ermordete, ist am Mittwoch zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden. 17 Jahre lang soll er nachts heimlich auf der Jagd nach Opfern gewesen sein.
Als das Urteil fiel, habe der New Yorker Architekt mit gefalteten Händen regungslos geradeaus geblickt, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Lediglich mit seinen Fingern habe der unter dem Namen „Long-Island-Killer“ bekanntgewordene Straftäter auf den Tisch getrommelt.
Heuermann schwieg seit seiner Festnahme im Jahr 2023 bei zahlreichen Gerichtsterminen weitgehend. Seine Ex-Frau und seine beiden erwachsenen Kinder waren bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Sie hatten über ihre Anwälte mitgeteilt, dass sie aus Respekt vor den Familien der Opfer fernbleiben würden.
Angehörige: „Du erfüllst mich mit Abscheu“
Nach jahrzehntelangem Warten hatten die Angehörigen der Opfer der Gerechtigkeit entgegengesehnt: „Du erfüllst mich mit so viel Abscheu, dass ich es nicht ertragen kann“, sagte Jasmine Robinson, eine Cousine des Opfers Jessica Taylor, vor Gericht zu dem Angeklagten.
„Ich hoffe, du leidest“, sagte Amanda Funderburg, die Schwester des Opfers Melissa Barthelemy. Sie forderte Heuermann auf, sie anzusehen, während sie sprach. Er blickte in ihre Richtung, doch sein Blick war leicht gesenkt.
Der 62-Jährige hatte zuvor die abscheulichen Taten gestanden: Er strangulierte seine Opfer, zerstückelte einige Leichen und entsorgte ihre Überreste nahe Gilgo Beach, rund 80 Kilometer östlich von Manhattan. Dort fand die Polizei 2010 die ersten Opfer, teils in Leinensäcken. DNA-Spuren an einer Pizza und Handydaten führten 2023 zu Heuermann.