Mukdahan (Thailand) – Die Pilgerreise einer Gruppe Mönche durch Thailand endete in einer Tragödie: Acht der streng Gläubigen sind tot und mindestens 13 weitere wurden teils schwer verletzt. Ein Pick-up war mit hoher Geschwindigkeit in die Prozession gerast, am Steuer saß offenbar ein 11-jähriges Kind.
Laut Khaosod, einer der größten Zeitungen Thailands, kam es am Donnerstag gegen 12 Uhr (Ortszeit) im Nordosten des Landes zu dem dramatischen Unglück. Die Mönche pilgerten entlang des Straßenrandes, als nahe Ban Na Si Nuan (Provinz Mukdahan) plötzlich ein bronzefarbener Pick-up-Truck herangerast kam und in die 34-köpfige Gruppe fuhr.
Polizist dachte erst an Notfallübung
Am Unglücksort bot sich den Rettungskräften ein Bild des Grauens: Überall lagen die Buddhisten in ihren rostroten Kutten. Der Zeitung „Thaiger“ sagte ein zufällig vorbeikommender Polizist, er habe zunächst an eine Notfallübung gedacht. Nachdem ihm klar geworden war, dass es sich um einen schweren Unfall handelte, forderte er Verstärkung an.
Aktuellen Berichten zufolge waren fünf Mönche sofort tot, drei weitere starben kurz darauf im Krankenhaus. Mindestens 13 Pilger mussten in Kliniken eingeliefert werden.
11-Jähriger mit Wagen der Eltern unterwegs
Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Truck von einem Kind gefahren wurde. Laut „Thaiger“ handelt es sich dabei um einen erst 11 Jahre alten Jungen. Dieser soll das Auto ohne das Wissen seiner Eltern genommen und auf der Straße die Kontrolle verloren haben. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern aber noch an. Der Junge wurde mit zur Polizeiwache genommen.