Dieser Fund ist ekelig und erschreckend: An Bord eines Griechenland-Fliegers wurden Rattenbabys gefunden. Sie waren in einer Tüte eingeschweißt und lagen ausgerechnet in einem Servicewagen, mit dem Wasser an Passagiere verteilt werden sollte. Die Crew soll die toten Nager gefunden haben. Zuvor seien bereits Bissspuren an Einwegbechern festgestellt worden.
Mehrere israelische Medien berichten über den schockierenden Fund in dem Flieger der Fluggesellschaft Arkia. Demnach bestätigte das Unternehmen den Vorfall und wies dem Bordcaterer die Schuld zu. Die Maschine soll den Medienberichten nach am Sonntag von Tel Aviv (Israel) nach Griechenland geflogen sein. Unmittelbar nach der Landung in Preveza soll die Crew die in durchsichtigem Plastik eingeschweißten Nager in dem Servicewagen gefunden haben. Das Wasser und die Einwegbecher darin waren demnach für den Rückflug nach Israel bestimmt. Zuvor soll einer Flugbegleiterin bereits aufgefallen sein, dass Einwegbecher an Bord Bissspuren aufwiesen. Fotos der eingeschweißten Rattenwelpen kursierten schnell in den sozialen Medien.
Ratten lagen beim Wasser für die Passagiere
Warum die Tiere verpackt wurden und wie sie in den Servicewagen an Bord des Flugzeugs kamen, ist noch unklar. Immerhin: Passagiere sollen weder mit dem Wasser noch mit den Bechern aus dem Rollwagen in Berührung gekommen sein. Laut israelischen Medien macht Arkia die Firma Tamam Aircraft Food Industries für den Vorfall verantwortlich. Der Wagen sei aus dem Lager der Firma gekommen. „Unmittelbar nach Entdeckung des Fundes wurde der Wagen außer Betrieb genommen“, wird die Fluggesellschaft zitiert. Die Tiere seien zu keinem Zeitpunkt mit Lebensmitteln in Kontakt gekommen, mit denen Passagiere oder Besatzung verpflegt werden sollten.
Fluggesellschaft macht Caterer verantwortlich
Die Fluggesellschaft erwarte „vollständige Erklärungen sowie Korrekturmaßnahmen, die sicherstellen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt“, heißt es. Der Caterer Tamam kontert laut Medienberichten, dass das Unternehmen nach höchsten Qualitätsstandards arbeite. Jeder Versuch, es zu kritisieren, sei inakzeptabel und würde „gegebenenfalls vor Gericht beantwortet“, wird der Zulieferer zitiert. Der Wagen sei vor dem Start von der Fluggesellschaft und einem Tamam-Mitarbeiter überprüft worden und beim Verladen einwandfrei gewesen.