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Hitzedeutschland wie ausgestorben: Aber in der Nacht glühen die Städte

Hitzedeutschland wie ausgestorben: Aber in der Nacht glühen die Städte
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Hitzedeutschland, du stellst unser Wochenende auf den Kopf! Wer am Samstag durch die Straßen vieler Städte schlenderte, fand dort gähnende Leere vor. Beliebte Ecken wirkten wie ausgestorben. Erst am Abend, als die Temperaturen sanken, begann das Leben in den Städten aufzublühen.

Freunde und Familien trafen sich im Freien, tranken und lachten gemeinsam – in Sommerkleidern und kurzen Hosen. Selbst vor Mitternacht war es in vielen Städten noch knapp 30 Grad heiß. Bringt die Hitzewelle unseren Tag-Nacht-Rhythmus aus dem Takt?

Picknick in der Nacht

In Berlin sah man Menschen auf den Straßen tanzen, auf den Wiesen und Uferpromenaden an der Spree saßen Familien mit Kindern, aßen Pizza, genossen die kühlere Luft. Das Leben kehrte zurück in die Stadt.

Auch in München zeigte sich ein ungewohntes Bild. Während tagsüber viele Plätze nahezu verlassen wirkten, füllten sich die Biergärten am Abend immer mehr. Selbst gegen 21.15 Uhr strömten noch zahlreiche Menschen an die Tische. Und auch weit nach Mitternacht war das Leben noch nicht vorbei: Gegen 1 Uhr saßen in Biergärten und Parks weiterhin Dutzende Menschen zusammen.

Ähnliche Szenen spielten sich auch in Hamburg ab. Parks, Plätze und Restaurants füllten sich erst am Abend. Statt in aufgeheizten Wohnungen zu sitzen, verbrachten die Hamburger ihren Abend unter freiem Himmel.

Temperaturen wie nie zuvor

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurde am Samstag der zweite Temperaturrekord in Folge gemessen: Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16.20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen. An 46 Stationen wurden mindestens 40,0 Grad registriert, an 250 Stationen wurden so hohe Werte gemessen wie nie zuvor.

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