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Ex-Hamas-Geisel über Missbrauch: „Jede Sekunde fühlte sich wie ein ganzes Leben an“

Ex-Hamas-Geisel über Missbrauch: „Jede Sekunde fühlte sich wie ein ganzes Leben an“
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Zwei Jahre lang war Guy Gilboa-Dalal in der Gewalt von Hamas-Terroristen. Eine Zeit, die tiefe Narben in der Seele des 24-Jährigen hinterlassen hat. Jetzt spricht er erstmals über den schweren sexuellen Missbrauch, den er in der Gefangenschaft erlitten hat.

Gilboa-Dalal wurde am 7. Oktober 2023 beim Nova-Musikfestival von der Hamas verschleppt. In einem neuen Interview mit Israels First Lady Michal Herzog schildert der junge Israeli den Moment, in dem ihn ein Bewacher in einen Raum brachte, ihm die Augen verband und ihn aufforderte, sich auszuziehen. Anschließend habe der Mann ihn mit Fragen über Pornografie verhöhnt. Er habe seinem Peiniger gesagt, dass Pornografie im Islam verboten sei, erzählt Gilboa-Dalal. Danach sei die Situation eskaliert.

Erschütternde Schilderung über Missbrauch

Der Hamas-Terrorist habe damit begonnen, seinen „Körper zu berühren und meinen Nacken und meinen Rücken zu küssen. Ich konnte nichts tun, ich wollte nur, dass er aufhört“. Nach rund 20 Minuten habe der Mann ihm ein Messer an den Hals gehalten und gedroht, ihn zu töten, falls er jemals über den Vorfall sprechen sollte. „Ich schwor, dass ich niemandem davon erzählen würde, aber das reichte ihm nicht“, sagte Gilboa-Dalal zu Herzog. Der Mann habe ihm eine Schusswaffe an den Kopf gehalten und erneut gedroht. Die Attacken hörten damit nicht auf.

Einmal sei er duschen gegangen, und sein Bewacher habe ihm verboten, sich wieder anzukleiden. Die ehemalige Geisel schilderte, der Mann habe ihn dann auf ein Sofa geworfen. Während des Übergriffs habe sich sein Gehirn regelrecht „abgeschaltet“. „Jede Sekunde fühlte sich wie ein ganzes Leben an. Ich fühlte mich noch hilfloser als zuvor. Ich konnte mich nicht wehren, und selbst wenn ich es gewollt hätte – ich war zu schwach.“ Der Übergriff endete nach seinen Angaben damit, dass der Terrorist ihn zu Boden warf, schlug und erneut mit dem Tod bedrohte. Anschließend habe er ihn gezwungen zu sagen, dass er ihn liebe. Dann durfte Gilboa-Dalal gehen.

Warum Guy Gilboa-Dalal sein Schweigen bricht

Am 13. Oktober 2025 kehrte er zu seiner Familie zurück. Trotz der Drohungen hat Gilboa-Dalal jetzt den Mut und die Stärke gefunden, über das eigentlich Unaussprechliche zu sprechen. Warum? „Ich habe das Gefühl, dass ich eine Aufgabe habe: der Welt davon zu erzählen, meine Stimme zu nutzen und andere Opfer sexueller Übergriffe zu stärken“, sagte Gilboa-Dalal. „Ich möchte, dass Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben, wissen, dass sie nicht allein sind.“

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