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Erst Bank-Frust, dann Last-Minute-Pech: Italien-Presse zerreißt Woltemade

Erst Bank-Frust, dann Last-Minute-Pech: Italien-Presse zerreißt Woltemade
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Die alte Dame im Krisen-Modus. Beim CFC Genua schlitterte der italienische Rekordmeister Juventus Turin in eine bittere 0:2-Pleite. Mittendrin: Unser deutscher Sturm-Riese Nick Woltemade (24). Statt erlösender Tore gab es für den Ex-Bremer nach dem Abpfiff die harte Quittung der gnadenlosen italienischen Sportpresse. Dabei fing der Abend für ihn schon mit einem Dämpfer an: Trainer Luciano Spalletti ließ den Deutschen zunächst überraschend auf der Bank schmoren.

Italien-Presse zerreißt Woltemade

Erst nach 0:2-Rückstand zur Pause erlöste Spalletti den deutschen Nationalspieler und brachte ihn für Verteidiger Federico Gatti. Woltemade sollte die lahme Juve-Offensive endlich zum Leben erwecken. Der 1,98-Meter-Hüne war sichtlich bemüht, forderte Bälle und rieb sich in intensiven Zweikämpfen gegen Genuas dichten Abwehrriegel auf. Doch die zündenden Ideen blieben Mangelware. Erst in der allerletzten Sekunde der Nachspielzeit hätte Woltemade fast getroffen, doch Genuas Keeper Justin Bijlow kratzte seinen gefährlichen Kopfball mit einer Sensations-Parade aus dem Winkel.

Nach dem Schlusspfiff hagelte es heftige Kritik. In der Europa League glänzte Woltemade zwar jüngst gegen Rennes als Pokal-Held, doch in der heimischen Serie A wartet er immer noch auf sein erstes Tor. Das Urteil der Fachzeitungen fiel entsprechend vernichtend aus. Die ehrwürdige „La Gazzetta dello Sport“ verteilte die schwache Note 5,5 und urteilte: „Der Riese fand gegen Genuas Beton einfach keine Lücken. In der Liga fehlt ihm schlicht der Killerinstinkt. Sein starker Kopfball kam viel zu spät, um die bittere Pleite noch abzuwenden.“

Noch deutlicher wurde die Konkurrenz von „Tuttosport“, die ebenfalls die Note 5,5 zückte: „Spalletti brachte Woltemade zur Pause, um dem lahmenden Sturm endlich Leben einzuhauchen. Das Ergebnis war ernüchternd. Zusammen mit Kolo Muani bildet er derzeit ein Duo, das den gegnerischen Strafraum meidet wie der Teufel das Weihwasser. Schön anzusehende Hackentricks helfen Juve einfach nicht weiter, wenn man dringend Tore braucht.“ Für den Deutschen wird die Luft im stargespickten Turiner Ensemble damit immer dünner.

Zuvor hatte bereits Ex-Stürmer Marco Borriello in einem viel beachteten Interview mit Woltemade abgerechnet, verpasste dem Deutschen einen fiesen Spitznamen. Borriello polterte: „Juventus hat aktuell ein massives Problem im Sturmzentrum. Woltemade ist zwar ein langer, technisch versierter Lulatsch, aber er agiert auf dem Platz völlig berechenbar. Dem Deutschen fehlt auf diesem absoluten Top-Niveau im italienischen Oberhaus einfach die nötige Kaltschnäuzigkeit.“

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