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Datenleck: Reiste die AfD mithilfe von Putin und Hisbollah nach Syrien?

Datenleck: Reiste die AfD mithilfe von Putin und Hisbollah nach Syrien?
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Düsseldorf/Berlin – Im März 2018 reisten sieben AfD-Politiker nach Syrien – mitten im Bürgerkrieg. Jetzt tauchen durch das Datenleck in der Partei interne Mails auf, die zeigen: Ein damaliger Sicherheitsbeauftragter plante offenbar eine Route mit höchst brisanten Helfern. Hisbollah und Russen sollten die Reisegruppe ins Land und durch Syrien bringen.

„Unsere kleine Ausflugsgesellschaft“ nennt der damalige AfD-Sicherheitsbeauftragte Peter M. die Gruppe in einer internen Mail. Die Nachricht stammt aus dem riesigen AfD‑Datenleck. Hacker veröffentlichten mehr als 420.000 E‑Mails. Die Partei räumt einen Datenabfluss ein. Einzelne Funde ließen sich dem Bericht zufolge allerdings nicht abschließend verifizieren.

Hisbollah sollte AfD über die Grenze helfen

Besonders brisant ist eine Mail vom 7. März 2018, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Darin schreibt Peter M., die Gruppe solle „bequem“ nach Beirut fliegen. Von dort werde die Hisbollah sie „auf dem kürzesten Weg zur Grenze bringen“. Danach sollten „die Russen übernehmen und sich um die weitere Reiseleitung kümmern“. Selbst das Visum könnten „die Jungs von Hisbollah oder dem GRU“, Russlands Militärgeheimdienst, „ganz unbürokratisch vor Ort“ besorgen. Zur Gruppe gehörten die damaligen Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann (66), Jürgen Pohl (62), Udo Hemmelgarn (67) und Harald Weyel (67) sowie Christian Blex (50), Thomas Röckemann (61) und Steffen Christ (56).

Schon 2018 war über russische Hilfe bei der Syrien-Reise der AfD berichtet worden. Die AfD sprach damals laut „Handelsblatt“ von „reiner Spekulation“. Intern fiel das Urteil offenbar deutlich kritischer aus.

„Putin und Assad lachen sich einen Ast“

Peter M. warnte, die Reise könne zum „Gefechtsfeld-Tourismus“ werden. Sein bitteres Fazit: „Putin, Assad und Seikh Nasrallah lachen sich einen Ast.“ Einen vernünftigen Notfallplan habe es ebenfalls nicht gegeben. Ersatzpapiere, sichere Unterkünfte und eine Ausweichroute hätten gefehlt. M.s Urteil: „Alles in allem: unverantwortlich und nutzlos.“

Auch AfD-Vize Georg Pazderski (75) ging laut Bericht intern auf die Barrikaden: „Ich bin im falschen Film.“ Er verlangte eine Klarstellung, dass die Reisegruppe kein Mandat der Partei habe: „Wir müssen diesem Selbstdarstellungstourismus einen Riegel vorschieben.“ Die Gruppe setzte ihre Reise dennoch fort. Gut eine Woche nach ihrer Rückkehr erklärte Blex auf einer Pressekonferenz, Syrien könne als sicheres Herkunftsland eingestuft werden.

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