Schwäbisch Hall – Die ganz große Rettung blieb aus! Auf der Internetseite der Autohausgruppe Autolöwen steht es in Großbuchstaben: „AUTOLÖWEN – AB SOFORT DAUERHAFT GESCHLOSSEN“. Der insolvente Autohändler hat zum 1. Juli an sieben seiner Standorte den Betrieb eingestellt. Für die Mehrzahl der Autohäuser fand sich kein Käufer.
Mit den Filialschließungen verlieren jetzt rund 100 Mitarbeiter ihre Jobs. Lediglich der Standort in Aalen mit rund 30 Arbeitsplätzen konnte gerettet werden. Das dortige Autohaus wird von der Widmann-Gruppe übernommen. In Schwäbisch Hall, Öhringen, Ludwigsburg, Crailsheim und Heilbronn musste der Insolvenzverwalter Dr. Markus Schuster von der Kanzlei Schultze & Braun hingegen den Betrieb zeitgleich mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens einstellen.
Das sagt der Insolvenzverwalter
„Das ist natürlich eine Entscheidung, die ich gerne vermieden hätte. Wir haben alles getan, was unter den gegebenen Umständen möglich war, um das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten. Leider hat die Investorensuche trotz intensiver Bemühungen kein positives Ergebnis gefunden“, sagt Schuster in einer Mitteilung, die BILD vorliegt.
Warum das Unternehmen pleite ging
Erst Anfang Mai dieses Jahres hatte die Autohausgruppe Autolöwen GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall Insolvenz angemeldet. Der kriselnde Automarkt und eine damit einhergehende Kaufzurückhaltung der Kunden sowie gestiegene Kosten für Personal und Energie hatten den Autohändler in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht.
Die Autolöwen GmbH war seit mehr als 30 Jahren im Automobilhandel tätig und hatte in dieser Zeit acht Autohaus-Filialen in Baden-Württemberg aufgebaut. Das Unternehmen vertrieb neue und gebrauchte Fahrzeuge der Marken Peugeot, Opel, Fiat, Jeep, Citroën und Alfa Romeo.
Was das Aus für die Mitarbeiter bedeutet
Zuletzt waren rund 180 Mitarbeiter in dem Unternehmen beschäftigt. Mit der Schließung der Standorte wurden nun insgesamt 100 Mitarbeiter gekündigt. „Weitere rund 50 Mitarbeiter hatten zuvor Aufhebungsverträge geschlossen, weil sie anderweitig neue Arbeitsstellen gefunden hatten“, heißt es weiter. Nach Angaben der Kanzlei Schultze & Braun hatte der Insolvenzverwalter mehr als 200 potenzielle Interessenten bei der Investorensuche angeschrieben, von denen alle bis auf einen absagten.