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ADAC: Preise für Diesel und Benzin ziehen nach Ende des Tankrabatts wieder an

ADAC: Preise für Diesel und Benzin ziehen nach Ende des Tankrabatts wieder an
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Berlin – Er ist umstritten und teuer, nun läuft er zum Monatsende aus: der Tankrabatt. Am Dienstag um Mitternacht ist er Geschichte. Heißt: Wer seinen Tank jetzt noch füllt, dürfte sich wohl vorerst zum letzten Mal einen günstigeren Spritpreis sichern. DENN: Nach Einschätzung des ADAC dürfte Kraftstoff in den ersten Juli-Tagen teurer werden. BILD beantwortet die wichtigsten Fragen:

Lohnt es sich, wenn ich heute noch tanke?

Ja, davon ist auszugehen. Für Sprit, der am 1. Juli das Tanklager oder die Raffinerie verlässt, gilt wieder die alte, höhere Steuer. Inklusive Mehrwertsteuer macht das 16,7 Cent pro Liter aus. Der Kraftstoffmarktexperte des ADAC, Christian Laberer, sagt: „Es ist zu befürchten, dass die Preise in etwa um diese Summe nach oben gehen werden.“

Wird Sprit ab dem 1. Juli sofort teurer?

Wahrscheinlich nicht: Nach der geltenden 12-Uhr-Regel dürfen Tankstellen ihre Preise erst um 12 Uhr mittags anheben – und nicht um Mitternacht, wenn der Tankrabatt endet. Eine Ausnahme für das Ende des Tankrabatts ist laut Wirtschaftsministerium nicht vorgesehen. ABER: Einzelne Tankstellen könnten schon am 30. Juni mittags die Preise stärker anheben oder am Nachmittag langsamer senken. Den größten Preissprung wird es aber erst am 1. Juli um 12 Uhr geben.

Wann sollte ich am besten tanken?

„Auf jeden Fall noch im Juni und am späten Vormittag“, rät Laberer. „Da es kurz vor dem täglichen Preissprung um 12 Uhr, wenn Benzin am billigsten ist, möglicherweise Schlangen an den Tankstellen geben könnte, sollte man dabei nicht zu knapp kalkulieren.“ Angesichts der Unsicherheit, wann die Preise tatsächlich steigen, ergänzt der ADAC-Experte: „Mit dem 29. Juni ist man wahrscheinlich auf der sicheren Seite.“

Kann ich auch am 1. Juli noch günstig tanken?

Ja. Denn für die Steuer zählt nicht der Verkaufszeitpunkt, sondern der Zeitpunkt der Lieferung. Deshalb dürften die meisten Tankstellen am Vormittag des 1. Juli noch steuerlich verbilligten Sprit im Tank haben. Teilweise sogar darüber hinaus. „Eigentlich dürften die Preise erst in den ersten Juli-Tagen steigen“, sagt Laberer, hält das aus den Erfahrungen mit dem ersten Tankrabatt im Jahr 2022 aber für unwahrscheinlich.

Steigen die Preise wieder über 2 Euro pro Liter?

„Wenn die Entspannung bei den Ölpreisen anhält, müssten die Spritpreise fairerweise auch ohne Tankrabatt unter 2 Euro bleiben“, sagt Laberer. Darauf deuteten die Preise der vergangenen Tage zumindest bei Diesel hin. Bei Benzin werde es dagegen knapp.

Was hat mir der Tankrabatt eigentlich gebracht?

Der finanzielle Effekt fällt überschaubar aus. Ein typischer Dieselfahrer mit 17.000 Kilometern pro Jahr und einem Verbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometern hätte bei kompletter Weitergabe rechnerisch rund 33 Euro gespart – bei geschicktem Tanken möglicherweise einige Euro mehr. Ein typischer Benziner mit 9500 Kilometern im Jahr und acht Litern Verbrauch auf 100 Kilometern kam auf rund 21 Euro.

Kommt jetzt ein Spritpreisdeckel?

SPD-Forderungen nach einem staatlichen Spritpreisdeckel hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) bereits eine Absage erteilt. SPD-Fraktionsvize Armand Zorn (37) spricht sich dennoch dafür aus. Er halte „die Einführung eines Spritpreisdeckels nach Luxemburger Vorbild für sinnvoll“, sagt er. „Wir müssen die Gewinnmargen für die Mineralölwirtschaft begrenzen.“

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