Kiew – Jetzt soll eine Geheimdienstoperation die „Militärische Spezialoperation“ der Russen beenden! Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) kündigte auf „X“ einen Sondereinsatz der ukrainischen Geheimdienste an: „Ich habe eine 40-tägige Einflussoperation des Sicherheitsdienstes gegen den Aggressorstaat genehmigt“, schrieb Selenskyj wörtlich. Ziel sei es, Russland, „dazu zu bewegen, den Krieg zu beenden“. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Blatt im Krieg merklich gewendet hat: Seit Wochen nehmen die Ukrainer Ziele tief im russischen Hinterland ins Visier und erzielen dabei immer wieder Treffer. Fotos brennender Öl- und Gasanlagen gingen um die Welt. Folge: heftiger Spritmangel in weiten Teilen Russlands und Panik auf der Krim. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Frontverlauf selbst bewegt sich seit langer Zeit kaum noch. Und: Auch der militärische Druck der jüngeren Vergangenheit bewirkte im Kreml bislang kein Einlenken.
Russen sauer auf Trump
Kann das die 40-tägige Geheimdienstoperation ändern? Bislang ist völlig unklar, was genau darunter zu verstehen ist. Denn: Details nannte Selenskyj nicht. Mutmaßlich könnte es um weitere Drohnenangriffe oder gezielte Attacken auf ranghohe Offiziere der Russen gehen. So detonierte erst kürzlich eine Autobombe in der Nähe von Moskau, wodurch ein Oberst ums Leben kam, der im Visier der ukrainischen Geheimdienste gestanden haben soll.
Sicher scheint, dass sich Selenskyj durch die jüngsten Entwicklungen in seinem Kurs bestärkt sieht: US-Präsident Donald Trump (80), der lange Zeit den Ukrainern den schwarzen Peter für den Krieg zuschob, soll beim G7-Gipfel gesagt haben, dass Putin keinen Frieden wolle. Russlands Außenminister Sergei Lawrow (76) verlangte daraufhin Aufklärung. Tatsächlich hatten die USA unter Trump immer wieder versucht, einen Waffenstillstand zu vermitteln. Doch alle bisherigen Initiativen scheiterten am „Njet“ aus dem Kreml.