Dortmund – Nächster Schock im deutschen Einzelhandel! Der Kahlschlag bei der bekannten Baumarktkette Hellweg wird immer größer. Das Unternehmen mit 2900 Mitarbeitern hat nun Insolvenz angemeldet. Das zuständige Amtsgericht Essen hat dem Antrag bereits zugestimmt.
Zuletzt hatte Hellweg zehn Filialschließungen angekündigt. Nun folgt der nächste schwere Schlag für die Kette mit Sitz in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Trotz der Pleite soll der Betrieb vorerst weiterlaufen: Nach Angaben des Unternehmens bleiben alle 68 Märkte sowie der Online-Shop geöffnet. Die rund 2900 Mitarbeiter erhalten in den kommenden drei Monaten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
Sanierung von Baumarktkette Hellweg geplant
Das Gericht bestellte für die Insolvenz den Rechtsanwalt Stefan Denkhaus zum vorläufigen Sachverwalter. Er soll die Interessen der Gläubiger überwachen. Zudem wurden zwei Sanierungsexperten in die Geschäftsführung berufen. Eine Sanierung bedeutet in der Regel, dass alle Standorte auf den Prüfstand kommen. Welche Filialen der Baumarktkette im Fokus stehen, ist bislang nicht bekannt.
Hellweg gehört zu den bekanntesten Baumarktketten Deutschlands. Das Unternehmen betreibt seine Märkte vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet und in Berlin. Der erste Hellweg-Baumarkt wurde 1971 am Brackeler Hellweg in Dortmund eröffnet. Namensgeber für das Unternehmen ist Europas bedeutendster Handelsweg im Mittelalter: Der „Hellweg“ führte von Aachen durch das heutige Ruhrgebiet.