Berlin â Jetzt hĂ€mmert Wolfgang Kubicki (74) zurĂŒck! Der neugewĂ€hlte FDP-Chef hat den âGummihammerâ-Tweet seiner unterlegenen Herausforderin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) gekontert. âIch habe das mal versucht, mit einem Gummihammer liberale NĂ€gel einzuschlagen, ĂŒberhaupt NĂ€gel einzuschlagen, und bin gnadenlos gescheitertâ, so Kubicki beim Nachrichtensender WELT TV.
Kubicki hatte auf Strack-Zimmermanns ĂŒberraschende Kandidatur am Wochenende scharf reagiert und nach seinem Wahlsieg gegenĂŒber BILD gesagt: âMarie-Agnes, Du hast nur 40 Prozent â und jetzt weiĂt Du, wo der Hammer hĂ€ngt.â Und weiter: âWenn Du die FDP in die Bedeutungslosigkeit fĂŒhren willst, dann mach genauso weiter.â
âIch bin ja selbst nicht zurĂŒckhaltendâ
Strack-Zimmermann hatte darauf auf der Plattform âXâ das Foto eines Gummihammers gepostet und in Richtung Wolfgang Kubicki gefrotzelt, jetzt wisse sie ja, wo der Hammer hĂ€nge â und habe ihn sicherheitshalber an sich genommen, denn âich möchte ja nicht, dass Du Dir versehentlich weh tustâ. Der neue FDP-Chef machte klar, dass er kritische ĂuĂerungen seiner Kontrahentin aushalten werde: âIch bin der Letzte, der Marie-Agnes Strack-Zimmermann zur ZurĂŒckhaltung auffordern dĂŒrfte, weil ich ja selbst jemand bin, der nicht zurĂŒckhaltend ist.â
Bei einem Treffen am Montag in Berlin hĂ€tten sich beide darauf verstĂ€ndigt, âdass die Fortsetzung der Nickeligkeiten in der deutschen Ăffentlichkeit die Ahnung hinterlassen wĂŒrde, zwischen uns wĂŒrde es nicht stimmenâ, sagte Kubicki Welt TV.
Der Eindruck eines ZerwĂŒrfnisses sei auĂerdem falsch, so Kubicki weiter. âIch kenne keinen politischen Punkt, wo Marie-Agnes Strack-Zimmermann und ich unterschiedlicher Auffassungen sind.â Bei der Begegnung am Montag im PrĂ€sidium hĂ€tten sie sich ânett auseinanderklamĂŒsertâ. In der Sache finde er âdie Zuschreibung, dass die 40 Prozent alle Linksliberale seien oder die anderen 60 Prozent alle Rechtsliberale seien, ziemlich komischâ, so Kubicki. Er âfinde es immer schön, dass man den Wettbewerb sofort zur Zerrissenheit erklĂ€rt â dann dĂŒrfte ja in demokratischen Parteien ĂŒberhaupt niemand gegen jemand anderen kandidierenâ.