In der Nähe des Weißen Hauses in Washington, D. C. sind Schüsse gefallen. Ein Großaufgebot der Polizei und anderer Sicherheitskräfte war am Samstagabend (Ortszeit) im Einsatz. Ein Tatverdächtiger sei erschossen worden, sagte ein Sprecher des für den Schutz des US-Präsidenten zuständigen Secret Service dem Nachrichtensender CNN. Bei dem Schusswechsel wurde demnach auch ein Passant verletzt.
Ein Angreifer habe sich einem Kontrollpunkt an der 17. Straße und der Pennsylvania Avenue, einem der Zugänge zum Gelände rund um das Weiße Haus, genähert und auf die Beamten geschossen, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur Reuters. Er sei überwältigt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Behördenvertreters soll der Verdächtige psychische Probleme gehabt haben. Gegen ihn sei zuvor eine Anordnung erlassen worden, sich von dem Gebiet fernzuhalten.
Der Bereich um den Amtssitz von US-Präsident Donald Trump wurde großräumig abgeriegelt. Der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, schrieb im Onlinedienst X, Beamte des FBI unterstützten den Secret Service.
»Es klang wie Dutzende Schüsse«
Journalisten, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls vor dem Weißen Haus aufhielten, berichteten auf X, sie seien angewiesen worden, loszulaufen und im Pressekonferenzsaal des Weißen Hauses Schutz zu suchen. Die ABC-News-Korrespondentin Selina Wang schrieb auf X: »Es klang wie Dutzende Schüsse.«
Der kanadische Tourist Reid Adrian schilderte der Nachrichtenagentur AFP, er habe in der Nähe des Weißen Hauses »20 bis 25« Geräusche gehört, die wie Feuerwerk geklungen hätten – »aber es waren Schüsse, und dann sind alle losgerannt«.
US-Präsident Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in seinem Amtssitz auf, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs zu arbeiten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb er deswegen über das Feiertagswochenende in Washington, statt an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilzunehmen.