Die russische Regierung hat mit erneuten schweren Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw gedroht. Das russische AuĂenministerium rief auslĂ€ndische Diplomaten dazu auf, Kyjiw schnellstmöglich zu verlassen. Das russische MilitĂ€r werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch RĂŒstungsobjekte und »Entscheidungszentren« in Kiew angreifen, heiĂt es in einer Mitteilung. »Wir fordern auslĂ€ndische BĂŒrger, einschlieĂlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen, dazu auf, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen.«
Der ukrainische AuĂenminister Andrij Sybiha appellierte an VerbĂŒndete, der Drohung nicht stattzugeben: »Wir diskutieren gerade mit unseren Partnern, dass es keine Notwendigkeit gibt, dieser russischen Erpressung nachzugeben.«
Putin hatte Vergeltung gefordert
Bei dem Angriff auf Starobilsk wurden nach Angaben der russischen Besatzungsbehörden mehr als 20 Zivilisten getötet. Vom ukrainischen Generalstab hieà es, die Attacke habe einer dort stationierten MilitÀreinheit gegolten. Wegen des Angriffs auf forderte Russlands PrÀsident Wladimir Putin Vergeltung.
Am Wochenende hatte Russland die ukrainische Hauptstadt mit schweren Angriffen ĂŒberzogen und dabei unter anderem die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Nach Angaben aus Moskau kann diese mit Atomsprengköpfen bestĂŒckt werden.
Die Regierung in Moskau hatte bereits vor gut zwei Wochen die Bewohner von Kyjiw sowie auslÀndische Diplomaten aufgefordert, das Stadtzentrum »rasch« zu verlassen, falls das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai von der Ukraine gestört werden sollte.