Strahlende Sonne, volle Freibäder! Das Hoch Alexander lässt uns derzeit ordentlich schwitzen. Eine Hitzekuppel hat sich über Deutschland festgesetzt. Aus Afrika kommend strömt zudem weiter heiße Luft in unsere Breitengrade. Tiefs aus dem Norden prallen buchstäblich an der Wärmeglocke ab.
Experten sprechen von einem „Heat Dome“, der derzeit für die hochsommerlichen Temperaturen sorgt. Zahlreiche Wetterstationen meldeten über Pfingsten neue Mai-Tagesrekorde. Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagt zu BILD: „So wurden in Regensburg am Sonntag 33,2 Grad gemessen. So heiß war es dort noch nie. Und gemessen wird dort schon seit 1879.“
Hitzeunterschiede in Deutschland
An der aktuellen Hitzewelle dürfte sich auch vorerst kaum etwas ändern, auch wenn es heute zunächst keine neuen Rekordwerte geben dürfte. „Der Sommer geht aber weiter – mit Temperaturen wie im Juli und August“, erklärt der Wetterexperte. Fast überall wird es nach seiner Prognose auch am Mittwoch wieder zwischen 13 und 15 Sonnenstunden geben. Nur im Nordosten bleibe es mit 17 bis 20 Grad kühler.
Ansonsten geht das große Schwitzen weiter – vor allem im Südwesten, wo das Thermometer in den nächsten Tagen erneut auf bis zu 32 Grad klettern könnte. Jung: „Aus Südwesteuropa rutschen sehr warme bis heiße Luftmassen zu uns nach Deutschland.“
Glut hält sich bis zum Monatsende
Auch am Donnerstag werden es dort wohl wieder bis zu 30 Grad, ansonsten zwischen 18 und 27 Grad. Und gegenüber BILD kündigt Jung an: „Am Samstag ziehen die Temperaturen dann wieder an: deutschlandweit zwischen 23 und 33 Grad. Perfektes Ausflugswetter!“ Hitze pur sagt er auch für den letzten Tag im Mai voraus: „Am Sonntag kann das Thermometer mancherorts auf bis zu 34 Grad steigen.“
So wird das Wetter in den nächsten Tagen
Kleiner Wermutstropfen: Am Freitag und Samstag könnte es gegen Abend vor allem im Nordwesten Schauer und Gewitter geben. „Der große Wetterumsturz wird das aber nicht!“ Denn Niederschläge bleiben in dieser Woche Mangelware. „Noch trockener geht’s kaum“, sagt Jung. Für die aktuelle Jahreszeit sei es in Deutschland deutlich zu warm – im Schnitt um die 4 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bereits vor erhöhter Waldbrandgefahr – stellenweise sogar mit der höchsten Warnstufe 5.
Auch Klimatologe Dr. Karsten Brandt stimmt gegenüber BILD auf weiteres T-Shirt- und Bade-Wetter ein: „Heute wird es vor allem im Breisgau besonders heiß. Allgemein gibt es ein Traumsommer-Wetter. Die fette Mai-Sonne heizt uns so richtig ein.“ Eine leichte Brise aus dem Norden mache das Wetter in einigen Regionen zumindest etwas erträglicher. Doch am Donnerstag und Freitag klettern die Temperaturen schon wieder nach oben.“ Das Wochenende werde überwiegend „sommerlich schön, vor allem schwül“. Gewitter könnten hier und da aber die Laune trüben. „Wo genau, darüber kann jetzt nur spekuliert werden“, so der Experte.
Das rät der Wetterexperte
„Eine Hitzeglocke steht über Deutschland und bewegt sich kaum“, fasst Dr. Brandt zusammen. Sein Tipp: „Nicht jammern und jede Minute genießen, bevor vielleicht im Juni schlechtes Wetter kommt.“ Aber er warnt: „Man kriegt derzeit relativ schnell einen Sonnenbrand.“ Also eincremen! Und kleine Kinder, aber auch ältere Menschen sollten ausreichend trinken. „Sonst sind Kreislaufprobleme programmiert.“