Teheran/Washington – Trump stoppt Israel. US-Präsident Donald Trump (79) hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu (76) einen Beirut-Angriff untersagt – und ist damit direkt in die Eskalation eingeschritten. „Es werden keine Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die auf dem Weg sind, sind bereits umgekehrt", teilte Trump auf Truth Social mit.
Trump erklärte, er habe ein „sehr produktives" Telefonat mit Netanyahu geführt und zudem über hochrangige Vertreter mit der Hezbollah-Miliz gesprochen. Ergebnis: Hezbollah stimme einer „Einstellung aller Schießereien" zu – Israel greife nicht an, Hezbollah greife nicht an. Laut Reuters-Insidern wartete Israel zuvor auf Trumps grünes Licht für einen Vorstoß in die südlichen Vororte Beiruts. Eine Stellungnahme der Regierung in Jerusalem liegt zunächst nicht vor.
Vorherige Ankündigung von Angriffen
Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz (70) hatten zuvor angekündigt, die südlichen Vororte Beiruts anzugreifen – als Reaktion auf das, was beide als wiederholte Waffenruhe-Verstöße der Hezbollah beschrieben. Das israelische Militär forderte Bewohner auf, die Gegend zu verlassen. Die Straßen füllten sich mit Flüchtenden. In der Nacht zuvor führten israelische Luftangriffe im südlichen Libanon zu sechs Todesfällen, darunter ein syrischer Bürger. E Die Hezbollah beschoss Nordisrael mit Raketen.
Geplante Verhandlungen
Ab Dienstag wollen Israel und der Libanon in Washington erstmals seit mehr als 30 Jahren direkte Verhandlungen führen. Libanons Parlamentssprecher Nabih Berri erklärte, Hezbollah sei zu einer „vollständigen, umfassenden und sofortigen Waffenruhe" bereit. Auch Libanons Präsident Joseph Aoun sprach sich für Verhandlungen aus.
Iran-Verhandlungen gehen weiter
US-Präsident Donald Trump zufolge gehen die Verhandlungen mit dem Iran weiter. „Die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran werden in zügigem Tempo fortgesetzt“, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.
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