Berlin â Mehr als ein Jahr nach dem blutigen Angriff am Berliner Holocaust-Mahnmal gibt es eine neue Festnahme! Die Generalbundesanwaltschaft hat am Mittwochmorgen im Zusammenhang mit dem Anschlag Khalaf A., einen 37 Jahre alten Syrer, festnehmen lassen. Obwohl der eigentliche TĂ€ter lĂ€ngst verurteilt ist, laufen die Ermittlungen weiter.
Festnahme nach Anschlag am Holocaust-Mahnmal
Dem 37-JÀhrigen werden Beihilfe zum versuchten Mord und gefÀhrliche Körperverletzung vorgeworfen. Nach BILD-Informationen sollen sich der spÀtere AttentÀter und der heute Festgenommene vor der Tat getroffen haben. Dabei soll er dem spÀteren AttentÀter zugeredet und ihn dadurch zur Attacke motiviert haben.
Am Morgen schlugen die Ermittler zu. Eine Einsatzhundertschaft stĂŒrmte eine Wohnung im Berliner Stadtteil Lichtenberg. Gegen 8 Uhr waren Beamte der 14. Einsatzhundertschaft auch an einem Haus am Cottbusser Platz in Hellersdorf zu sehen. Ob es sich um eine AnschlussmaĂnahme handelte, ist unklar.
LKA 8 und Generalbundesanwaltschaft im Einsatz
Auch Beamte des LKA 8 â zustĂ€ndig fĂŒr die Verhinderung und BekĂ€mpfung politisch motivierter Straftaten des PhĂ€nomenbereichs Islamismus â waren ab 6 Uhr im Einsatz.
Der Hintergrund: Beim islamistisch und antisemitisch motivierten Anschlag am Berliner Holocaust-Mahnmal am 21. Februar 2025 schnitt der damals 19-jĂ€hrige Syrer Wassim Al M. einem spanischen Touristen mit einem Messer in den Hals und verletzte ihn lebensgefĂ€hrlich. Der TĂ€ter wurde im MĂ€rz 2026 vom Berliner Kammergericht wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskrĂ€ftig. Am Mittwoch hat ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Haftbefehl gegen den syrischen Staatsangehörigen Khalaf A. wegen mutmaĂlicher Beihilfe zum versuchten Mord erlassen.