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Manipulierte Schiffsdaten mit Spott gegen Revolutionsgarden aufgetaucht

Manipulierte Schiffsdaten mit Spott gegen Revolutionsgarden aufgetaucht
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Teheran – Plötzlich tauchen in den Schiffsdatenbanken rund um die Straße von Hormus EintrĂ€ge auf, die eher nach Internet-Spott als nach professioneller Schifffahrt klingen. Statt nĂŒchterner Zielangaben erscheinen Bezeichnungen wie „LGBTQ CREW“ („LGBTQ-Besatzung“), „DEVILSTRIKES404“ oder „GIVING ORDERS“ („Befehle erteilen“). In einem Fall wird sogar „IRGC GAY“ („Revolutionsgarden schwul“) als Schiffsziel angezeigt – eine Anspielung auf die ultrakonservativen iranischen Revolutionsgarden, die Homosexuelle verfolgen. Denn im Iran kann HomosexualitĂ€t sogar mit der Todesstrafe geahndet werden. Die VorfĂ€lle treffen eine Region, die ohnehin unter Hochspannung steht.

Doch woher kommen die seltsamen Signale? Nach EinschĂ€tzung des Schiffsdaten-Analysten Arsenio Longo (35) wurden die Schiffsdaten offenbar gezielt manipuliert. FĂŒr den Experten sieht das nach dem gezielten Senden von „Botschaften ĂŒber die Schiffsdaten“ aus. Denn die Begriffe „LGBTQ CREW“, „IRGC GAY“ oder „DEVILSTRIKES404“ wirkten nicht wie technische Fehler, sondern wie bewusst platzierte Nachrichten.

Verwirrspiel auf den Schifffahrtskarten

FĂŒr Longo deutet die Sprache der EintrĂ€ge vor allem auf Internetkultur hin. Die naheliegendste ErklĂ€rung seien „Trolle oder Hacktivisten“. Gleichzeitig schließt er eine politisch motivierte Informationsoperation nicht aus. Denn die Daten wirkten „fast wie eine Parodie“ auf andere Signalformen, die in der Region seit Monaten zu beobachten seien. Noch ernster wĂ€re aus seiner Sicht allerdings eine dritte Möglichkeit: Jemand könnte versuchen, das Vertrauen in das Lagebild rund um Hormus gezielt zu beschĂ€digen. „Wenn immer mehr gefĂ€lschte Schiffe und IdentitĂ€ten auftauchen, wird es schwieriger zu erkennen, welche Signale echt sind und welche nur der Verwirrung dienen“, so Longo zu BILD.

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