Dortmund – „Arbeitest du noch, oder wurde dir schon gekündigt?“ – das müssen sich derzeit Ikea-Mitarbeiter frei nach dem bekanntesten Werbeslogan des Möbelkonzerns („Wohnst du noch oder lebst du schon?“) fragen. Denn allein an seinem Standort in Dortmund-Ellinghausen plant das Unternehmen, massiv Arbeitsplätze abzubauen. In verschiedenen Bereichen müssen dort insgesamt 233 Mitarbeiter gehen.
Die Ikea IT Germany GmbH soll Ende Oktober sogar komplett geschlossen werden. 63 Mitarbeiter werden demnach ihren Job verlieren. Grund: Digitale Betriebsprozesse sollen in existierenden globalen multifunktionalen Hubs gebündelt werden. Ein Sprecher zu BILD: „Der Standort Dortmund wird nicht Teil dieser Hubs sein.“ Und weiter: „Diese Entscheidung basiert auf strukturellen Anforderungen und stellt keine Bewertung der Leistung oder des Beitrags unserer Teams in Deutschland dar.“
Wo weitere Stellen gestrichen werden
Bei der Ikea Purchasing Services Germany GmbH – also dem Einkaufs- und Logistikbereich des Möbelkonzerns – sollen bis zum Jahresende 170 der insgesamt 270 Jobs wegfallen. Der Grund hier: „eine schlankere Organisation“. Die Aufgaben sollen u. a. nach Warschau verlagert werden.
So begründet Ikea die Kündigungen
Mit den Kündigungen will Ikea schnellere Entscheidungen ermöglichen und Kosten senken. Oscar Ljunggren, Sprecher der Inter Ikea Group, sagt gegenüber BILD: „Wir sind uns bewusst, dass dies bei den betroffenen Mitarbeitern Sorgen und Stress auslöst. Wir werden sie mit Unterstützungsangeboten begleiten.“ Der Konzern befinde sich in Gesprächen mit dem Betriebsrat. Nach eigenen Angaben reagiert das Unternehmen mit der Umstrukturierung auf die schwache Konsumstimmung, gestiegene Kosten und stärkeren Wettbewerbsdruck.