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Gipfel in Washington: Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe

Gipfel in Washington: Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe
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Washington – Israel und der Libanon haben sich bei ihren GesprĂ€chen in Washington auf die „Umsetzung einer Waffenruhe“ geeinigt. Es sollten dabei bestimmte „Pilotzonen“ unter „exklusiver Kontrolle“ der libanesischen Armee geschaffen werden, hieß es in einer am Mittwoch in der US-Hauptstadt veröffentlichten gemeinsamen ErklĂ€rung. Zudem sollten noch in diesem Monat weitere GesprĂ€che gefĂŒhrt werden.

Beide Seiten schrĂ€nkten in ihrer ErklĂ€rung zugleich ein, dass die Umsetzung einer Waffenruhe „von einer vollstĂ€ndigen Einstellung der Angriffe der Hisbollah“ auf Israel abhĂ€nge.

Eigentlich gilt im Libanon bereits seit dem 17. April eine Feuerpause. Israel und die von Teheran unterstĂŒtzte libanesische Hisbollah-Miliz greifen sich dessen ungeachtet weiter tĂ€glich an. Die Hisbollah lehnt die Waffenruhe ebenso ab wie die GesprĂ€che zwischen Israel und dem Libanon in Washington, die ohne ihre Beteiligung stattfinden.

Der Libanon war Anfang MĂ€rz in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen FĂŒhrers Ayatollah Ali Chamenei feuert die Hisbollah seither immer wieder Raketen auf Israel ab. Israel fliegt seinerseits immer wieder Luftangriffe auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen ĂŒber die Grenze.

US-Außenministerium bestĂ€tigt die Einigung

Die beiden LĂ€nder haben sich auch nach Angaben des US-Außenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Waffenruhe sei unter anderem abhĂ€ngig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz, hieß es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung der beteiligten Staaten.

Der Libanon und Israel pflegen keine diplomatischen Beziehungen und haben nie ein Friedensabkommen geschlossen. Seit April sprechen israelische und libanesische Regierungsvertreter zum ersten Mal seit 1983 auf politischer Ebene direkt miteinander. Aktuell handelt es sich um die vierte GesprÀchsrunde.

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