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French Open: Rekordhitze bringt Zverev & Co. an ihre Grenzen

French Open: Rekordhitze bringt Zverev & Co. an ihre Grenzen
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Das wichtigste Arbeitsgerät bei den French Open in Paris? Nicht Schläger, nicht Schuhe, nicht die Bälle, sondern Eisbeutel und mit Eis gefüllte Handtücher! Eine Rekordhitze macht aus den French Open die French OFEN. Um die 35 Grad war es in den Jahren seit der ersten Austragung 1891 zwar schon ab und zu mal, aber immer nur an einzelnen Tagen und nie über einen längeren Zeitraum. Dieses Jahr ist es vom ersten Tag an so heiß und das soll mindestens bis zum Ende der Woche so bleiben. Es ist laut des Wetterdienstes Kachelmann die erste Hitzewelle im Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und die gibt es seit 1855.

Der Norweger Casper Ruud (27) beschreibt sein Befinden so: „Es fühlt sich ein bisschen wie ein Hitzschlag an. Ich hatte vor einigen Jahren etwas Ähnliches, als ich in Washington im dritten Satz aufgeben musste. Das war das einzige Mal, dass ich dasselbe Gefühl hatte wie heute, wo mir zeitweise richtig schwindlig und ich total erschöpft war und fast wie ein Zombie herumlief.“ Mit angezogener Handbremse zog er dennoch in die 2. Runde ein. „Zum Glück lag ich mit 2:1 Sätzen in Führung und das erlaubte mir, die Intensität im vierten Durchgang etwas zu reduzieren, um meinen Puls und meine Körpertemperatur so weit wie möglich zu senken und zu sehen, ob ich im fünften noch etwas Energie übrig hatte. Zum Glück hat das am Ende funktioniert.“

Die Hamburgerin Eva Lys (24) musste am Montag in der Mittagshitze ran: „Die Bedingungen waren sehr schwer. Ich habe mir vorgenommen, viel zu trinken und gehofft, dass ich nicht diejenige bin, die wegkippt.“ Problem: „Alles, was man trinkt, schwitzt man raus. Von rechts nach links laufen, da schwitzt man sich einen ab, der Schläger bleibt nicht in der Hand, es ist nicht einfach. Generell habe ich kein Problem mit der Hitze, bis es so heiß wird wie in den vergangenen Tagen. Man muss unglaublich viel auf die Ernährung achten, wie viel man trinkt, dass man Salz und Elektrolyte zu sich nimmt.“

Lys war auf Hitze vorbereitet

Die Australierin Daria Kassatkina (29): „Ich kann mich nicht erinnern, wann es das letzte Mal so heiß war. Selbst während unseres Spiels konnte man sehen, dass unsere Leistung schwankte. Man kann plötzlich von der Bank aufstehen und merken, dass die Konzentration nachlässt. Das gehört dazu.“ Zumindest Lys ahnte aber, was kommt: „Man muss sich schon Tage vorher auf die Hitze vorbereiten und das habe ich gemacht.“

Die frühere Weltranglistenerste Iga Świątek (24) zeigt die sportliche Komponente auf: „Als wir hierherkamen, waren es um die 16 Grad und der Ball war extrem schwer. Man konnte sein ganzes Körpergewicht und seine ganze Kraft in den Ball legen und hatte trotzdem das Gefühl, ihn zu kontrollieren. Jetzt braucht man viel mehr Gefühl, und man darf nicht zu viel riskieren. Außerdem ist es etwas einfacher, höher und mit Spin zu spielen. Der Ball springt schneller vom Boden ab, was einem einen Vorteil verschafft, würde ich sagen. Aber zuerst muss man den Ball kontrollieren können, weil er in der Luft schneller ist und man ihn leichter ins Aus spielen kann.“

Bedingungen, die vor allem auch Alexander Zverev (29) liegen. „Ich liebe Hitze. 18 Grad oder kälter sind nichts für mich. Aber bei den jetzigen Temperaturen habe ich keine Probleme. Die kommen meinem Spiel entgegen.“ Der Hamburger muss am Mittwoch in der 2. Runde gegen den Tschechen Tomas Machac (25) ran.

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