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Frankreich macht es vor: So geht Blitz-Bergung bei totem Wal

Frankreich macht es vor: So geht Blitz-Bergung bei totem Wal
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Rivedoux-Plage (Frankreich) – WĂ€hrend wir wochenlang mitfieberten, was aus dem gestrandeten Buckelwal Timmy wird und den Behörden beim Zögern zusahen, geht man in Frankreich zackiger vor. Kaum war dort ein toter Wal da, war er auch schon wieder weg.

Freitagabend tauchte vor der Insel RĂ© plötzlich ein gewaltiger Meeresriese auf: ein rund zehn Meter langer Finnwal – die zweitgrĂ¶ĂŸte Walart der Welt. Kurz darauf spĂŒlte ihn das Meer bei Rivedoux-Plage an Land. Anders als beim „Promi-Wal“ Timmy in DĂ€nemark kam hier jede Hilfe zu spĂ€t.

Der Wal verendete, noch bevor irgendwer ĂŒberhaupt einen Rettungsplan ausrollen konnte. Nach seinem Tod wurde der Turbo-Modus angeschmissen: Keine 24 Stunden, nachdem der tote Finnwal angespĂŒlt worden war, hieß es schon: „Au revoir!“ Der Kadaver war wieder verschwunden.

FĂŒr Fachleute ist ein solcher Fund auch in Frankreich Ă€ußerst selten. Experte Jean-Roch Meslin erklĂ€rte gegenĂŒber „Ouest-France“, es handle sich um ein „außergewöhnliches Ereignis“. Erst zum dritten Mal ĂŒberhaupt sei ein Finnwal dieser Art in der Region gestrandet. Trotz der ungewohnten Situation handelten die Behörden ohne zu zögern.

Schweres GerĂ€t war schneller vor Ort, als der Wal ĂŒberhaupt Gelegenheit hatte, sich bedrohlich aufzublĂ€hen. Kran ran, Wal hoch – rein auf den Lkw. Dass dabei ein bisschen Wal ĂŒberhing und die Finne ĂŒber den Asphalt schleifte, spielte keine große Rolle. Hauptsache, der Kadaver ist fort.

WÀhrend Timmy am Strand von Anholt in DÀnemark auf seine Autopsie aufgebahrt wartet, ist der französische Wal lÀngst auf dem Weg zur Untersuchung. Jetzt wollen die Behörden klÀren, warum der Meeresriese strandete.

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